Gipfelfieber im Sauerland: Rund um den Langenberg

Es ist ein wunderschöner Frühlingstag im Winter. Die Sonne lacht und wärmt von einem fast makelos blauen Himmel. Das perfekte Wetter für eine Wanderung zum höchsten Gipfel des Sauerlandes, des Rothaargebirges und gleichzeitig auch Nordrhein-Westfalens.
Der eher unbekannte Gipfel steht im Schatten seines knapp 2m niedrigeren Bruders, dem Kahlen Asten. Im Gegensatz zu seinem Vetter steht auf dem Langenberg weder eine Wetterstation, ein Skilift noch ist er per Straße erschlossen. Die 843m hohe Kuppe ist nur zu Fuß erreichbar.
Der Naturraum des Langenbergs liegt zwischen Niedersfeld, Olsberg und Willingen, am Nordöstlichen Rand des Rothaargebirges, nur wenig nördlich der Niedersfelder Hochheide. Hier liegt die höchsten Erhebungen des gesamten Berglandes, 10 der 15 Achthunderter des Sauerlandes befinden sich in der näheren Umgebung, Zudem ist der Langenberg ein Zweiländerberg, über den Gipfel verläuft die Nordrhein-Westfälisch – Hessische Grenze.

Von der Hochheide zu Langenberg

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz am Rand der Niedersfelder Hochheide (795m). Von dort aus folgen wir zunächst den drei Wanderrouten „Uplandsteig“, „Winterberger Höhentour“ und „Rothaarsteig“ nach Norden zum Langenberg. Nach wenigen Metern erreichen wir die Hochheidehütte, wo sich auf dieser doch sehr aussichtsarmen Tour noch einmal ein schönes Panorama über die Hügel des Hochsauerlandes bietet, anschließend geht es in den Wald.

Nach gut zweieinhalb Kilometern ohne große Höhenunterschiede erreichen wir den Oberen Burbecker Platz (795m). Dort biegen wir nach Osten, zur Kuppe des Langenbergs ab, die wir nach leicht ansteigenden, 800m erreichen (843m). Der gesamte Gipfelbereich wurde 2007 durch den Orkan Kyrill weitgehend entwaldet, ist aber wieder aufgeforstet worden. Der junge, dichte Fichtenwald lässt heute keinen Ausblick mehr zu, weshalb die Kuppe des Langenbergs mit ihrem Gipfelkreuz eher langweilig daher kommt.

#Langenberg Gipfel Gipfelkreuz 2019
Der Gipfel des Langenbergs, mit 843,2m der höchste Punkt Nordrhein-Westfalens, liegt mitten im Wald und ist ein eher langweiliger Ort – vollkommen ohne Aussicht.

Über den Grenzweg ins Hoppecketal

Weit spannender als der höchste Berg Nordrhein-Westfalens ist der folgende Abstieg ins Hopecketal. Zunächst wandern wir flache 400m, über den Grenzweg nach Osten (830m). Dann geht es steil – und zwar wirklich steil, durch verwunschenen alten Fichtenwald, bergab ins Tal der Hoppecke. Auf den folgenden 600m verlieren wir 135 Höhenmeter. Am Talboden(695m) müssen wir dann noch einen Quellbach der Hopecke überspringen, dann folgt ein kurzer Gegenanstieg, der uns zurück auf einen Forstweg bringt (705m). Auf diesem erreichen wir nach 500 flachen Metern das Hoppecketal (690m). Nur ein paar Kilometer bachabwärts hatten wir bereits im Frühjahr Quartier bezogen und sind bei einer kleinen Wanderung nur wenige Meter von hier umgekehrt.

Vom Hoppecketal zur Hochheide

Von nun an folgen wir der Hoppecke, über den europäischen Fernwanderweg E1, dem Kaiser-Otto-Weg zurück zur Hochheide nach Süden. Nach zwei Kilometern bergauf biegen wir schließlich nach Westen in die Hochheide ab (790m).


Anschließend wandern wir 1,4km am Südrand der Heide zum Gipfel des Clemensberg (840m). Schließlich erreichen wir nach fast 9km Wanderung wieder unseren Ausgangspunkt an der Hochheidehhütte, wo wir uns erstmal stärken.

#Hochheidehütte Niedersfeld 2019
Bei der Hochheidehütte genießen wir noch einmal das Panorama auf das Land der Tausend Berge, anschließend kehren wir ein.

 

Etappen:

Gesamtlänge: 9,2km, 350m Aufstieg, 350m Abstieg

Parkplatz Hochheidehütte – Burbecker Platz 2,2km
Burbecker Platz – Langenberg 1km
Langenberg – Grenzweg 1,6km
Hoppecketal – Hochheide 2,1km
Hochheide-Clemensberg-Hochheidehütte 2,1km


siehe auch:

 

 

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