Der Anfang vom Ende der Seute Deern

Der Fahrplan für das Abracken der Seute Deern, liebevoll Rückbau genannt, steht. Erste Arbeiten wurden bereits durchgeführt.
Bereits seit dem 18. Dezember liegt die marode Bark, oder das was noch davon übrig ist, am Südende des Alten Hafens. Die dutzende Tonnen schweren Masten wurden abgesägt und liegen nun auf dem Gelände des Deutschen Schifffahrtsmuseums.


Titelbild: Die Seute Deern ohne Masten, nur noch ein Schatten des einst so stolzen Holzseglers – aber es wird noch viel schlimmer kommen…


Durch das fehlende Gewicht ragt die Seute-Deern nun sichtbar weiter aus dem Wasser, was den gammeligen Rumpf noch weiter entblöst – ein Trauerspiel. So ist nun für jedermann sichtbar, was schon länger Gewissheit ist, aber keiner Verantwortlichen verhindern wollte. Im Gegenteil, man war äußerst Überrascht – der alte Frachter ist ein Wrack. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum sichert sich, paralell, die letzten erhaltenswerte Teile.

#Seute Deern Bug 2020
Der Bug der Seute Deern mit Gallionsfigur und Plakette. Die Orginalfigur des „schönen Mädchens“ hat man längst gesichert, den alten Holzfrachter ziert seit Ewigkeiten eine Nachbildung

Das Baltimore Pier wird zum Dockhafen

Nebenbei dazu wird das Baltimore Pier genannte, schmale Verbindungsstück zur ehemaligen Schleuse zum Trockendock umgebaut. Dazu sind einige Vorbereitungen nötig. Geländer und Bänke müssen entfernt werden, eine Brücke abgebaut sowie ein ins Hafenbecken ragender Betonvorsprung abgerissen werden. Bis auf letzteres ist alles bereits umgesetzt worden.
Das kleine Hafenbecken wird in dem Zuge mit Containern vom übrigen Hafen abgetrennt und trockengelegt – sowie mit Folie abgedichtet auch damit keine Schadstoffe ins Wasser und in den Boden gelangen.
Wirklich viel passiert ist dort allerdings noch nicht. Der Betonvorsprung steht noch. Es muss erst geprüft werden welche Auswirkugen der Abbriss auf die Statik der angrenzende Columbusstraße hat (Straßen sind nämlich das wichtigste für die Stadtführung).

Sobald wie möglich soll die Seute-Deern dann an ihren letzten Liegeplatz geschleppt- und zerlegt werden – wobei die Möglichkeit besteht, dass das Schiff dabei auseinander bricht. Noch im Januar soll das passieren. Dazu wird auch der Wasserstand im Hafenbecken um einen halben Meter angehoben.
Bis August 2020 soll der alte Holzfrachter dann komplett zerlegt sein – ob das klappt?


Quellen & Verweise:

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