Cuxhaven: Wieder am Sahlenburger Strand

Meine düsteren Prognosen sind nicht eingetroffen. Schneller als erwartet, seit dem 7. Mai dürfen auch Bremerhavener Bürger an die Strände von Cuxhaven, zusätzlich auch Dauercamper und Zweitwohnungsbesitzer. Seit dem 14. Mai ist die Strandsperre sogar komplett aufgehoben, freie Strände für freie Bürger – mit Rücksicht und Abstand kann und muss das funktionieren.
Das schöne Wetter am vorraussichtlich leeren Strand haben wir daher sogleich für einen Besuch am Sahlenburger Strand genutzt. Vermutlich wären wir wohl auch ohne Verbot zwischenzeitlich nicht hier gewesen – aber wer weiß.
Was und ob hat das Strandverbot, in Sachen Corona, überhazupt eine Wirkung hatte wird niemand jemals klären können. Sicher ist nur, es wurde viel böse Blut geschaffen. Diejenigen, denen der Tourismus schon immer zu viel, gar als ganzes ein Dorn im Auge war, haben Morgenluft gewittert. Ätzen und hetzen – was auch langjährigen und potenziellen Gästen nicht verborgen geblieben ist. Ein Desaster für eine Stadt, menschlich wie wirtschaftlich, in der der Tourismus ein wichtiges wirtschaftliches Standbein ist, gerade auch in der aktuellen Situation. Man erntet einen Sturm, zum Teil selbst gesäät, die Ausgrenzung „Auswärtiger“ rächt sich jetzt – doch auch das ist, angesichts der scheinbar unaufhaltsam wachsenden Zahl von Verschwörungstheoretikern nur mehr ein Randproblem.
Bleibt zu Hoffen das sich die Wogen wieder glätten, die derzeit kaum zu vernehmende, nur scheinbar stumme Mehrheit wieder das Ruder übernimmt. Ich bin positiv gestimmt.
Wir hatten – mal wieder – einen wunderschönen Tag in Sahlenburg, dem wohl schönsten Küstenabschnitt im Cuxland. Die Kombination aus Sandstrand, Wattenmeer, Wald und Moor machen diesen Flecken Erde ganz besonders. Auch zu Zeiten von Corona, Touristensperren und Verschwörungstheorien. Einfach mal abschalten, durchatmen und dem Rauschen des Windes lauschen, die wärmende Frühlingssonne auf der Haut spüren oder der Flut beim Auflaufen zuschauen.  Probleme können warten, bleiben Zuhause.


Siehe auch:

 

7 Kommentare zu „Cuxhaven: Wieder am Sahlenburger Strand

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  1. Wie schön, dass sich alles wieder regelt.
    Bei uns hier ist es ähnlich – Montreal ist das Krisengebiet in Quebec und der Stadt und alles was zum Einzugsgebiet gezählt wird, sind noch ziemlich viele Bestimmungen auferlegt. Allerdings sind die Regionen „offen“, d.h. dass wir da hinfahren dürfen. Viele der Orte in den Regionen haben wenig oder z.B. überhaupt keine Corona-Fälle gehabt und befürchten nun eine Invasion von den Montrealern… Manche Bemerkungen, die man in den sozialen Medien liest, sind ganz schön heftig. Das ging so weit, dass der Premierminister von Quebec vor einem „Montreal-bashing“ gewarnt hat.
    Ich bin der Meinung, dass es mit gutem Willen und mit sich-an-diverse-Regeln-halten sicher gehen wird!

    Gefällt 1 Person

  2. Das muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: Die Hetzer sind in der Minderheit. (Bloß so fürchterlich laut). Schön, dass Du auch wieder draußen bist 🙂 Der Wernerwald sieht ja herrlich aus.

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