Cuxwatt: Der „Damm“ im Duhner Loch

Die Problematik des sich vertiefenden Duhner Lochs, der immer schwierigeren Verbindung von der Insel Neuwerk und dem Festland beschäftigt auch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Bereits Anfang 2019 wurde im Duhner Loch, mitten im Priel, eine Barriere angelegt. Mit Sand gefüllte „Big Bags“, stabilsisiert durch in den Wattboden gerammte Holzpfähle sollten die Strömung bändigen, die weitere Vertiefung des Piels stoppen. Zumindest ein Symptom des kränkelnden Wattgebietes lindern.
Bereits 6 Monate nach Errichtung der Barriere zerschlugen sich die Hoffnungen. Die Barriere ist bereits dabei sich aufzulösen. Die Ziele wurden nicht ansatzweise gelöst. Das Wasser hat sich einfach einen Weg um das Hindernis gesucht – das war vorhersehbar. Kaum zu glauben, dass das NLWKN hier einen anderen Eindruck hatte. Ein kleiner Junge wüsste es besser.

Die Ziele wurden nicht ansatzweise erreicht, die Problematik bleibt die gleiche wie zuvor.  Solange nicht die Ursachen der Veränderungen im Cux-Watt angegangen werden –  hier ist vor allem der Leitdamm zu nennen, wird das Problem bestehen bleiben. Die Barriere im Duhner Loch ist bereits die zweite Baustelle auf dem Wattenweg von Cuxhaven zur Insel Neuwerk. Die größte, die steinerne Furt im Sahlenburger Loch, wächst weiterhin von Jahr zu Jahr. Auch hier kämpft man gegen Windmühlen. Die Ursachen bleiben weiterhin unverändert.

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Peter Roland. Die Fotos wurden bei extremem Niedrigwasser gemacht, ca. 3/4 m unter normal (Springtide und Ostwind). Bei einer normalen Flut ist der Wasserstand ca. 3 – 4 m höher.

2 Kommentare zu „Cuxwatt: Der „Damm“ im Duhner Loch

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  1. In der Tat: Ein kleiner Junge wüsste es besser – kleine Mädchen auch! 🙂
    Wo Wasser etwas Hartes findet, das quer eingebaut ist und ringsum ist Weiches … Da sagt sich das Wasser: Das war doch vorher nicht hier! Oft wird sowas einfach „abgeräumt“. Wo ringsum aber nur Weiches ist – sooo viele Kilo Watt! – und wo mit Schwerstem gearbeitet wurde, da geht das Wasser den für ihn leichtesten Weg – drumrum. „Schöne“ Windungen oder / und große Kolke können da entstehen. – Schade für das Steuergeld. Man sollte Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen!

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