Petrus ist uns weiterhin nicht gut gesinnt. Die Wolken hängen tief, es ist trüb und regnet. Dazu passend werden wir den Rhein nun trockenen Fußes erkunden – vom Schiff aus. Mit der Loreley-Linie geht es von Boppard über St.Goarshausen zum berühmtesten Felsen am Mittelrhein, der Loreley.
Flussaufwärts den Rheinsteig entlang
Pünktlich legt unser Schiff in Boppard ab. Es ist Nebensaison und trotz des wenig wanderfreudigen Wetters sind wir die einzige Fahrgäste. Das Wetter ist trüb und regnerisch, Nebenschwaden wabbern um und über die grünen Hügel – gerade das ist sehr stimmungsvoll. Abgesehen von den gelegentlichen Lautsprecherdurchsagen und dem plätschernden Wasser ist es still. Eine Fahrt zu genießen. Zunächst fahren wir die Strecke ab, die wir vor zwei Tagen gewandert sind, von Boppard über Filsen nach Kestert. Ein interessanter Perspektivwechsel.
Die bunten Häuser von Kestert mit dem Turm der Kirche St.Georg. Genau hier haben wir unserer Wanderung über den Rheinsteig begonnen.
Durch die Fjordlandschaft zur Loreley
Beidseitig des Rheins ragen die grünen Hügel steil in die Wolkendecke hinein. Der breite Strom wirkt hier wie ein Fjord mit kleinen Dörfern am Ufer. Die Landschaft versetzt und nach Skandinavien – nur die Weinberge, an denen wir hin und wieder vorbei Fahren wirken etwas unpassend für den Norden in dem wir uns gar nicht befinden.
Wir passieren malerische Dörfer, die Burger Katz und Maus sowie die vor allem aus der Mineralwasserwerbung bekannte Burg Rheinfels (ich bin ein Kind der 90er Jahre). Schließlich erreichen wir bei St. Goarshausen die Loreley bei dem ausgerechnet jetzt besonders starken Regen nur ein Felsen von vielen – wenn auch ein sagenumwobener.
Noch vor der Loreley kehrt unser Schiff um, wir fahren auf dem gleichen Weg zurück in Richtung Boppard. Als Gast am Mittelrhein gehört eine Schiffsrundfahrt über Strom einfach dazu. Mit Gästekarte ist das Ticket für ein paar schmale Taler eine gute Investition, gerade bei schlechtem Wetter.
Verweise









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