Nebel, Neuschnee und Wind – Pfingsten am Hintertuxer Gletscher

Eigentlich ist der Winter lange vorbei und auch der Frühling nähert sich seinem Ende, geht nahtlos in den Sommer über. Wer denkt da noch ans Skifahren? Zumal ich zuletzt erst vor einem Monat, auf der Zugspitze auf den Brettern stand. Nun, ganz allein bin ich damit wohl nicht . Einige Gletscherskigebiete haben bis in den Sommer hinein geöffnet. Der Hintertuxer Gletscher sogar 365 Tage im Jahr. Ein paar hartgesottene rutschen sogar im Hochsommer über das blanke Eis, überwiegend jedoch Rennfahrer. Wirklich viel Geld wird mit dem Sommerskibetrieb wohl nicht mehr verdient, das war in den 1980er Jahren, als der Sommerskilauf noch hip war, anders. Heute bietet der Ganzjahresbetrieb wohl vor allem einen Werbeeffekt. Wie auch immer, jetzt, Ende Mai, ist der Gletscher noch dick eingeschneit.

Zwischen Frühling, Sommer und Winter

Während im Tuxertal die Vögel zwitschern, alles grünt und blüht, laufen zwischen dem Tuxer Fernerhaus (2.660m) und der Gefrorenen Wand (3.250m) noch die Skilifte. Mein erstes mal auf den Brettern zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit.Einquartiert hatten wir uns in Tux-Vorderlanersbach. Dem Hauptort und der einzigen Siedlung mit dörflichen Flair im ganzen Tuxertal.
Jetzt, in der Nebensaison, zwischen Winter und Sommer herscht hier Tote Hose. Die meisten Gasthäuser haben Betriebsferien. An manchen Tagen hat man sogar Schwierigkeiten, in der näheren Umgebung noch ein geöffnetes Restaurant zu finden.

 

Hintertuxer Gletscher

Der Hintertuxer Gletscher bildet eines der fünf Tiroler Gletscherskigebiete und das einzige Ganzjahresskigebiet in Österreich. Eine doppelte Zubringerkette garantiert, wetterbedingte Schließungen außen vor, 365 Tage Skibetrieb.  In den späten Sommermonaten allerdings immer öfter auf blankem Gletschereis und Schneedepots. Inzwischen wird sogar bis auf 3.250m Höhe beschneit.
Der Skigebiet liegt am hinterstem Talschluss des Tuxer Tals, oberhalb des weit bekannteren Zillertals. Für den Wintersportbetrieb sind die beiden Gletschern Tuxer Ferner/Gefrorene Wand Kees und das Großen Riepenkees von Bedeutun, letzteres aber nicht mehr im Sommer. Das Gletscherskigebiet existiert seit 1968.

Blick von Skigebiet am Tuxer Ferner nach Hintertux.
Tiefblick vom Skigebiet am Hintertuxer Gletscher ins frühsommerliche Tuxertal.

Der vergangenen Winter war lang und schneereich, erst recht in den Gletscherregionen der Zillertaler Alpen. Mehr als 3 Meter Schnee türmen sich auf den Hängen rund um den Hintertuxer Gletscher. Auch um die Pfingstage herum, zeigte sich das Wetter auf den Bergen nicht wirklich frühsommerlich. Dichter Nebel und Frost, am Pfingstsonntag auch 30cm Neuschnee sorgten für überwiegend winterliche Verhältnisse, mehr Pulverschnee als Firnschnee also. Zwischendurch gab es aber immer wieder einige sonnige Lichtblicke.

Weitere Beiträge von den Pfngtstagen am Tuxer Gletscher



Whiteout am Hintertuxer Gletscher.
Nicht immer waren die Wetterverhältnisse einladend. Teils lagen die Sichtverhältnisse im Whiteout bei nur wenigen Metern.

Aus dem Jahr 2009


siehe auch:

5 Kommentare zu „Nebel, Neuschnee und Wind – Pfingsten am Hintertuxer Gletscher

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  1. Also ich bin zwar kein Skifahrer habe aber meine eigene Meinung zum Sommerskifahren ! Man kann vermutlich hier auch endlos diskutieren über ja oder nein !
    Fakt ist dass die Gletscher immer mehr zurückgehen und ich finde der Natur könnte man auch mal ein paar Monate Ruhe gönnen. Skifahren kann ich von Okt/Nov bis April und im Sommer sollte man nicht auch noch fahren !
    Habe vor ein paar Jahren in Südtirol bei Sulden auf 3000 m Bagger und Planierraupen gesehen und das hat mich echt geschockt.
    Klar eingefleischte Skifahrer haben eine andere Meinung als ich als Nicht-Skifahrer.
    Schwierig hier für beide Seiten eine akzeptable Lösung zu finden

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  2. Nunja, die Zahl der echten Sommerskigebiete kann man an ein paar Fingern abzählen und es ist ja nicht so, dass die Gletscher durch den Skibetrieb zurückgehen würden. Sulden ist kein Sommerskigebiet, das dort im Sommer Bagger arbeiten ist dem Winterbetrieb und dem Tourismus im allgemeinen geschuldet. Sulden lebt ganz einfach davon. Ich finde auch nicht alles toll und ja, auch in den Skigebieten wird zu viel gebaut und verschandelt, da hab ich schon diverse mal drüber geschrieben, z.B. https://wasserundeis.com/2012/10/04/rettenbachferner-schmelzen/. Das ist hier auf dem Platten Land aber nicht anders.

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