Hintertuxer Gletscher: Sommerauftakt auf Skiern

Kommen wir zur eigentlichen Hauptbeschäftigung des Pfingstwochenendes am Hintertuxer Gletscher, dem Skifahren. Ich nehme es schonmal vorweg, trotz der eher durchwachsenen Witterung hat es sich gelohnt. Die Kombination aus mildem Wetter in Tal, langen, hellen Tagen und guten Pistenverhältnissen, sucht in dieser Jahreszeit seinesgleichen. Selbstredend ist die Zeit um den meteorologischen Sommeranfang nicht gerade die Hauptsaison. Entsprechend leer ist es auf den Hängen und Pisten.

Nebel Hintertuxer Gletscher.
Das übliche Wetter am Gletscher während des Pfingstwochenendes. Nebel und stark eingeschränkte Sicht.

Zwar waren die Schneeverhältnisse am Gletscher perfekt, es lagen rund 3m Schnee. Das Wetter ließ jedoch zu wünschen übrig und zwar (fast) über das gesamte Pfingstwochenende. Die wenigen lichten, sonnigen Augenblicke ließen das ganze ich nachhinein aber fast in Vergessenheit geraten. Immerhin war es aber kühl, je nach Höhenlage herrschten zwischen –7 und +5°C im Skigebiet.

Von Hintertux auf den Gletscher

Hintertuxer Gletscher Sommerbergalm
Blick von der Sommerbergalm zu Tuxer Ferner. Der diagonale Wall in der linken, unteren Bildhälfte markiert die Moräne des Gletscherstandes am Höhepunkt der kleinen Eiszeit.

Vom Talschluss des Tuxertals bei Hintertux, auf bereits 1.500m Seehöhe geht es per Seilbahnkette, den sogenannten Gletscherbussen, über die Sommerbergalm (2.030m) zum Tuxer Ferner Haus am unteren Ende der Gletscherzunge (2.600m). Zwischen  Eisrand und Hintertux liegt das Winterskigebiet, oberhalb, auf dem Gletschereis, das Sommerskigebiet – das aber im Gegensatz zum Stilfser Joch auch im Winterhalbjahr geöffnet ist.

 

Das Sommerskigebiet erreicht man über eine weitere Seilbahn vom Gipfel der gefrorenen Wand (3.230m). Von hier oben aus lässt sich dann per Ski das gesamte geöffnete Skigebiet befahren. – bis zum Tuxer Ferner Haus sind das immerhin 600 Höhenmeter. Anders als die meisten anderen Gletscherskigebiete bietet der Hintertuxer Gletscher nicht nur Skiautobahnen, sondern an der Ostseite der Gefrorenen Wand auch recht sportliche Gletscherpisten. Zwar waren die Schneeverhältnisse am Gletscher perfekt, es lagen rund 3m Schnee. Das Wetter ließ jedoch zu wünschen übrig und zwar (fast) über das gesamte Pfingstwochenende. Die wenigen lichten, sonnigen Augenblicke ließen das ganze ich nachhinein aber fast in Vergessenheit geraten. Immerhin war es aber kühl, je nach Höhenlage herrschten zwischen –7 und +5°C im Skigebiet.

 

Skifahren

30. Mai – Gleich am ersten Skitag erwartet uns ein wolkenverhangener Gletscher mit auf ein Minimum reduzierten Sichtweiten mit teilweisen Whiteout. Ganz und gar keine perfekten Bedingungen zum Skifahren auf den weiten, konturlosen Gletscherhängen, schon gar nicht für mich. Später lockerte es dann aber doch etwas auf. Ab und an gab es sogar sonnige Lichtblicke.

 

31. Mai – wieder Nebel, wieder kaum Sicht. Dazu auch noch mäßiger Schneefall und bis zu 30cm Neuschnee. Die Nebeluntergrenze stiegt am Nachmittag dann etwas an, ermöglichte zumindest einige wenige Abfahrten mit relativ guter Bodensicht.

01. Juni – Endlich ein sonniger Morgen auf pulvrigem Neuschnee und perfekt gewalzten Pisten. Am Nachmittag zog dann, ihr ahnt es sicher schon, wieder der bekannte Nebel mit minimalen Sichtweiten auf. Tja – das Wetter ist wie es ist.

Blick von Skigebiet am Tuxer Ferner nach Hintertux.
In den wenigen Momenten mit klarer Sicht bieten sich wunderbare Tiefblicke vom Skigebiet ins frühsommerliche Tuxertal.

02. Juni – Nebel, Wind und Graupenschauer. Das Wetter nochmal einen Ticken schlechter als an den Vortagen, ganz ohne lichte Augenblicke.
Die Nebelgrenze schwankte irgendwo über dem Tuxer Ferner Haus, so dass zumindest im unteren Abschnitt freie Sicht herrschte. Entsprechend oft sind wir hier gefahren.

Gefrorene Wand Gletscher Alpen
Blick zur Gefrorenen Wand von der Abfahrt zum Tuxer Ferner Haus.

Die Bilder entstanden vor 10 Jahren, Pfingsten 2009


siehe auch:

 

 

6 Kommentare zu „Hintertuxer Gletscher: Sommerauftakt auf Skiern

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    1. Im Grunde genommen hast du recht, auf dem blanken Gletschereis würde auch ich nie fahren… dennoch. In Österreich gibt es noch rund 900 Gletscher und 8 Gletscherskigebiete, davon hat nur eines Ganzjahresbetrieb. Es ist nicht so, dass die Gletscher wegen dem Skibetrieb verschwinden würden – auch wenn es sicher nicht immer im Einklang mit der Natur steht. Mit ganz ähnlichen Argumenten könnte man sich übrigens auch gegen Schwimmbäder positionieren.

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