Spontan nach Dänemark

Endlich Urlaub, ganz anders als zunächst gedacht… Lange Zeit war es unser Plan den diesjährigen Sommerurlaub im „Süden“ zu verbringen – aus Bremerhavener Sicht wahrlich kein Kunststück. Als Ziel hatten wir Südtirol auserkoren. Vielleicht auch im Zuge einer kleinen Tour durch die Alpen, so wie schon 2017. Da wir aber coronabedingt spontan buchen haben wir uns dann kurzfristig doch anders entschieden. Eine Wende um 360°. Ihr kennt das sicher, je näher ein Urlaub rückt, desto fokussierter wird der Wetterbericht beobachtet. Während in den Alpen ein kühles und regnerisches Wochenende anstand, sah die Vorhersage in der Gegenrichtung anders aus. Also – schnell ein schönes Ferienhaus gebucht und schon waren wir auf dem Weg in den hohen Norden Dänemarks. Nordjütland liegt nochmal fast 500km weiter nördlich als Bremerhaven, aufgrund diverser Umwege – die Elbe lässt grüßen, kamen wir so auf eine Anfahrtstrecke von fast 800km. Kaum näher als Südtirol aber eben ganz anders.
Nur noch zwei Dinge liegen zwischen uns und dem Urlaub. Die Elbe und die Grenze.

Elbquerung – Katastrophe mit Ansage

Im Gegensatz zu früheren Reisen in den Norden nutzen wir diesmal weder die neue Elbverbindung ab Cuxhaven, noch die Elbfähre in Wischhafen. Wir wagen das Abenteuer Hamburg samt Elbtunnel. Klar, dass dies (mal wieder) Schief ging. Stau vorm baustellengeplagten Elbtunnel, im weiteren Verlauf dann eine gesperrte A7. Baustellenchaos – und das noch bis (mindestens) 2028. Prost!
Elbtunnel und Hamburg kosteten uns gute zwei Stunden – aber wird sind ja auf den Weg in den Urlaub…

Willkommen im Jahr 2021. Grenzkontrollen an der Deutsch-Dänischen Grenze. Es geht um Impf- und Testnachweise – was ich eigentlich sehr begrüße, denn deshalb wartet in Dänemark die alte Freiheit.

Dänemark ist in der Nach-Corona-Ära angekommen

Kurz vor der Grenze erwartet uns dann der nächste Stau. Die Autobahn verengt sich auf eine Spur. Stichprobenartig werden Impfnachweise und Coronatests überprüft. Auf dänischen Boden herrscht dann endlich Normalität. In Dänemark wurden die Coronamaßnahmen vor kurzem auf ein Minimum reduziert – heißt nur noch Abstandsgebote und Desinfektionsmittel. Das wars! Keine Masken mehr – gefällt mir.
Hintergrund ist die hohe Impfquote von über 80% der Bevölkerung – davon können wir in Deutschland, Neuschwurblistan, nur träumen. Die, die am lautesten nach einem Ende der Coronamaßnahmen schreien verhindern es. Es sind die Impfverweiger*innen die diesen Zustand damit weiter aufrecht erhalten.
Hinter der Grenze ist das Autofahren dann wieder entspannter, auch dank des Tempolimits – was uns vor allem auf der Rückreise aufgefallen ist. Kein Drängeln, kein Stop & Go. Damit können wir uns anfreunden. Schade, dass dies wohl auch mit einer neuen Regierung in Deutschland nur Utopie ist.

Endlich am Ziel und gleich zum Strand. Dort verzaubert uns ein (nicht ganz perfekter) Sonnenuntergang. Wir sind angekommen.

Am Ziel erwarten uns dann endlose, dünengesäumte und meist menschenleere Strände, an beiden Meeren. Küstendünen, Wanderdünen – aber auch atemberaubende Klippen und Steilküsten. Dazu gesellte sich endlich, mit Verspätung, warmes und trockenes Spätsommerwetter. Uns gefielt es so gut, dass wir unseren Aufenthalt kurzfristig noch um ein paar Tage verlängerten – im Nachbarhaus.
Dazu aber an anderer Stelle mehr.

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