Der Eismann

Vom Mendelpass bis zum nächsten Hotel, nahe Naturns, ist es nur ein Katzensprung. Unterwegs bietet sich ein Zwischenstop in der Südtiroler Landeshauptstadt, Bozen, an. Die Stadt vereint südtiroler- und italienisches Flair – wirkt also für den gemeinen Mitteleuropäer bereits etwas „exotisch“hektisch“, bleibt dabei aber sympatisch. Hauptziel ist, durch den Besuch des Ötztaler „Ötzi Dorfes“ angefixt, das Archäoligische Museum. Nebenbei schlendern wir noch etwas durch die Stadt

Südtiroler Archäolgogiemuseum

Über 5.000 Jahre lag er im Eis des Tilsenjochs. Der Eismann aus den Ötztaler Alpen. Erst der Klimaerwärmung ist es zu verdanken, dass sein Leichnam wieder das Tageslicht erblickte. Im warmen Spätsommer 1991 schmolzt sein Körper aus dem vermeintlich ewigen Eis. Nur dank eines Zufalls, zwei deutsche Wanderer kamen vom Weg ab, wurde die Mumie in 3.200m Höhe gefunden. Wenige Tage früher wäre an der gleichen Stelle nur Eis zu sehen gewesen, einige Tage später lag hier über ein Meter Neuschnee. Genausogroß ist der Zufall, dass sich der Körper, in einem sich bewegenden Gletscher, überhaupt – und dann auch noch so gut erhalten hat.

Die Rede ist von Ötzi. Der bekanntesten Gletschermumie der Welt.

Eigentlich dreht sich fast die ganze Ausstellung des Museums um den Eismann, sein Leben, seine Ausrüstung und die späte Jungsteinzeit im Allgemeinen.
Herzstück des Museums ist natürlich die Mumie selbst. Diese liegt sicher verstaut in einem gepanzerten „Eisschrank“ und kann nur durch ein kleines Fenster bestaunt werden. Daneben wird auch die Kleidung, das Schuhwerk und die Austrüstung von Ötzi präsentiert, selbsverständlich die Originalfunde.

Ötzi ist und war Subjekt diverser Forschungen. So wissen wir heute vielleicht mehr über seinen Körper als er selbst. Er war etwa 1,55m groß und um die 45 Jahre – ein stolzes Alter für diese Zeit. Er litt unter Diversen Krankheiten – Borelliose, Arterienverkalkung und Raucherlunge und nur einige zu nennen. Auch seine Gelenke litten unter verschleiß. Spuren einer akupunkturähnlichen Behandlung sind noch heute auf seinem Körper sichtbar. Daneben pisakten ihn Parasiten wie Würmer, Flöhe und Zecken. Auch über seinen Tod wissen wir heute Bescheid. Er wurde erschossen, von hinten. Die tödliche Pfeilspitze steckt noch heute in seiner Schulter, zerfetzte wichtige Gefäße und ließ in in kurzer Zeit verbluten.

Das Museum ist wirklich sehenswert und sollte bei einem Besuch der südtiroler Landeshauptstadt defintiv mit eingeplant werden. Der Eintritt für Erwachsene kostet derzeit 9,00€.

Reiseübersicht:


2017-09-11-13 3-Länder, 3-Jahreszeiten Alpentour

Als Sommer-Wander-Seentour geplant entwickelte sich die Reise, je näher der Termin rückte, mehr und mehr zur…

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siehe auch:

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