Sächsische Schweiz: Durchs Kirnitzschtal zum Kuhstall

 

Von Bad Schandau aus geht es tiefer in die Sächsische Schweiz. Vom Kurpark aus fahren wir mit der altehrwürdigen Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall. Anschließend wandern wir zum Kuhstall bevor es via Straßen- und Elbtalbahn nach Wehlen zurückkehren.

Historische Kirnitzschtalbahn

#Kirnitzschtalbahn Bad Schandau
Wagons der Kirnitzschtalbahn im der Endstation im Kurpark von Bad Schandau.

Die Kirnitzschtalbahn ist eine historische Überlandstraßenbahn – die einzige in Deutschland, die innerhalb eines Nationalparks verkehrt. Die Bahn verkehrt bereits seit 1898 zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall im namensgebendem, schluchtartigen, Kirnitzschtal. Sie ist nicht nur eine Attraktion für Straßenbahnfreunde (zu denen ich mich nicht wirklich zähle), sie erschließt weiterhin zahlreiche Wandermöglichkeiten auf umweltfreundlichem Wege. Letzlich ist sie für uns nur mittel zum Zweck. Die Fahrt ist laut und rumpelig, die Bahn voll. Wir freuen uns als wir endlich das Ziel erreichen.

Zum Kuhstall

Von der nordöstlichen Endhaltestelle am Lichtenhainer Wasserfall wandern in Richtung Ziel. Der Hauptweg ist voll, eigentlich regelrecht überfüllt. Wir biegen von der Kuhstallstraße auf den hinteren Kuhstallweg, der hier auch einen Abschnitt der Malerwegs bildet, ab und sind fortan fast allein unterwegs. Im Gegensatz zum gleichmäßig ansteigenden Hauptweg wandern wir nun recht flach dahin – dafür ist das Finale steil. Über viele Stufen, Leitern und durch sehr schmale Schluchten erwandern wir schließlich den Neuen Wildenstein.

Am Kuhstall

Der Kuhstall ist ein Felsentor im Wildenstein. Mit 11 Meter Höhe und 17 Metern breite ist es das zweitgrößte im Elbsandsteingebirge und das größte in der Sächsischen Schweiz – ausladend genug um eine ganze Menge Kühe hier unterzubringen.

#Kuhstall Sächsische Schweit Felsentor
Loch im Fels, der Kuhstall im Herzen des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Der Kuhstall ist zwar beeindruckend, aber auch sehr überlaufen. Den weiteren Aufstieg über die Himmelsleiter ersparen wir uns daher in der Corona-Zeit. Der Aussichtspunkt am Kuhstall ist aber zum Glück kaum weniger eindrucksvoll. Traurig sind dagegen, die auch im Elbsandsteingebirge großflächig absterbenden Fichtenbestände. Herbst im Sommer – nur an den Nadelbäumen. Im Unterschied zum Laub wachsen die Nadeln leider nicht nach, die Bäume sterben ab.

#Kuhstall Ausblick 2020
Ausblick vom Kuhstall über die Sächsische Schweiz in Richtung Böhmen und Großer Winterberg. Auch im Elbsandsteingebirge sterben die Fichtenbestände großflächig ab.

Lichtenhainer Wasserfall

Da die Zeit drängt, wir müssen noch, via Kirnitzschtalbahn, Bad Schandauer Elbfähre und Elbtalbahn, zurück nach Wehlen, machen wir uns auf dem Heimweg. Nahe der Straßenbahnhaltestelle machen legen wir noch eine kurze Rast ein, stärken uns mit Radler und Bratwurst (günstig!). Direkt nebenan plätschert der kleine- und wenig wasserführende Lichtenhainer Wasserfall.

#Lichtenhainer Wasserfall 2020
Der Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal. Die Kaskaden führen zwar noch Wasser, aufgrund der Trockenheit aber eher als Rinnsal.

Die Tageskarte der Kirnitzschtalbahn kostet 9€, mit Kurkarte 4,50€. Hunde fahren kostenlos mit. Die Fahrt von Kurpark in Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall dauert rund  25 Minuten.

Verweise:

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