Meraner Höhenweg

Nördlich von Meran erhebt sich die Texelgruppe steil über das Etschtal. Der gänzlich in Sütirol gelegene Bergstock stellt den südlichsten Ausläufer der Ötztaler Alpen dar. Die Berggruppe ist geprägt durch große Höhenunterschiede, besonders im Süden.  Mehr als 2500m sind es vom Etschtal bis in die Gipfelregionen. Während der Nordteil noch rauh und hochalpin, teilweise vergletschert ist, zeigt sich der süden lieblich und in den Tallagen fast schon mediteran.
Der Meraner Höhenweg umrundet diese Berggruppe auf einer Strecke von fast 100km. Selbstverständlich haben wir nicht den ganzen Weg bewandert – lediglich eine kurzen Abschnitt, zwischen der Texelbahn oberhalb von Patschirns und der Seilbahn Unterstell in Naturns.

Zunächst fahren wir mit dem Auto von unserer Unterkunft in Tabland zur Talstation der Texelbahn in Patschirns (635m). Die Berg- und Talfahrt kostet mit Gästekarte 12,20€, für Hunde gilt Maulkorbpflicht. Die Talfahrt ist auch an der Seilbahn Unterstell in Naturns gültig, unser Ziel.

Von der Texelbahn zur Seilbahn Unterstell

Schnell geht es mit der  Kleinkabinenbahn (25 Personen) direkt an den Meraner Höhenweg (1525m), auf den Giffelberg. Normalerweise sollte es hier oben kälter sein als fast 900m weiter unten im Tal – das Gegenteil ist der Fall, die Südflanke der Texelgruppe liegt in der prallen Sonne. Entsprechend trocken sind die Hänge – normalerweise. Momentan ist das, aufgrund der kühlen und feuchten Witterung der vergangenen Tage, anders.
Bereits von hier oben bietet sich eine tolle Aussicht auf das von enndlosen Obstplantagen geprägte Etschtal und Meran. Das gilt übrigens (fast) für den gesamten Wegverlauf.

 

Von der Seilbahnstation gewinnen wir zunächst einige Höhenmeter im Almgelände, dann geht es in den schattenspendenden Bergwald. Hier liegt bereits der höchste Punkt der Tour (1.580m). Wir folgen dem schmalen Pfad, überwiegend bergab, an einem Wasserfall vorbei und erreichen nach 1,5km einen alsphaltierten Forstweg (1.480m). Über diesen, erreichen wir, leicht ansteigend, nach einem weiteren Kilometer, die Hochforchalm (1.560m).

 

Schlucht der 1000 Stufen

Kurz hinter der Hochforchalm folgt der anspruchvollste Abschnitt, die Schlucht der Tausend Stufen. Eigentlich sind es in Wirklichkeit nur 989, aus Stein, Holz oder Metall. Nach einem recht flachen Kilometer beginnt der Abstieg, zunächst in das Brunnental. Bis zum Wasserfall verlieren wir rasch 120 Höhenmeter. Anschließend geht es kurzeitig wieder, leicht schweistreibend, steil bergauf (1.480m). Anschließend steigen wir in die Lahnbachschlucht ab (1.420m). Wie in einer Schlucht üblich, geht es auf der anderen Seite wieder steil  hinauf (1.540m). Schweißdurchnächst ist das gröbste überstanden. Anschließend geht es, begleitet von grandiosem Panrama wieder bergab zur Pirchalm.

 

Einkehr und weiter zum Unterstell

Bei der Pirchalm, 1.440m, kehren wir ein. Bei Speck und Bier lassen wir die Beine baumeln und genießen die Aussicht – wären da nicht die Wespen. Eine ganze Armada hat die von Blumen eingerahmte Terasse zu ihrem Revier erkoren. Natürlich sind ihnen auch unsere Getränke nicht entgangen. Entsprechend sitzen die Meisten Gäste, herrlichstem Wetter im Haus. Wir beeilen uns jedoch einfach, bleiben an der frischen Luft und nehmen stichfrei den letzten Abschnitt der Wanderung auf.

Über eine asphaltierte Straße erreichen wir nach einem Kilometer die Grubalm (1380m). Wir befinden uns jetzt bereits oberhalb von Naturns. Hinter der Alm folgt wieder ein bequemer, leicht ansteigender Wanderweg. Wir queren eine kleine Schlucht und passieren die Galmeinalm (1.400m). Anschließend führt der Weg , leicht abschüssig für einen Kilometer über eine Bergstraße bevor wir schließlich, nach kurzem Aufstieg,  den nochmals einen Kilometer langen Abstieg zur Seilbahn Unterstell erreichen (1.280m). Kurz vor der Seilbahn wartet noch eine neue Aussichtsplattform auf ihre Erkundung.

 

Von der Talstation der Seilbahn Unterstell in Naturns geht es nun per Bus zurück zur Texelbahn. Leider fährt der Bus nur sehr unregelmäßig und verursacht Zusatzkosten. Um nicht eine Stunde warten zu müssen nehmen wir einen anderen Bus. Dieser fährt nicht direkt zur Texelbahn, so dass wir im Zentrum von Rabland (530m) aussteigen müssen. Von hier aus sind es dann noch einmal gute 1500m/100 Höhenmeter bis zum Parkplatz die am Ende eines wunderschönen Wandertages dann doch ziemlich anstrengend sind.

Statistik

Gesamtstrecke: ca. 9,2km (+1,5km von Rabland zur Texelbahn)
Aufstieg:  ca. 850m (+100m von Rabland zur Texelbahn)
Abstieg: ca 1.130m

Reiseübersicht:


2017-09-11-13 3-Länder, 3-Jahreszeiten Alpentour

Als Sommer-Wander-Seentour geplant entwickelte sich die Reise, je näher der Termin rückte, mehr und mehr zur…

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Siehe auch:

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