Welterbestadt Quedlinburg

Ich behaupte (ohne zu übertreiben) geographisch ziemlich bewandert zu sein. Eigentlich stimmt das auch – trotzdem war mir die Stadt Quedlinburg, am Nordrand des Harz‘ kein Begriff. Umso überraschter war ich, als ich erfahren habe, dass Quedlinburgs Architektur zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und eines der größten Flächendenkmale in Deutschland ist. Nun gut, von nun an war ich schlauer, die Stadt Quedlinburg hatte ich da aber noch nicht gesehen. Zeit dies zu ändern.


Ausblick vom Münzenberg auf den Schlossberg mit der Stiftskirche.

Quedlinburg liegt im nördlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt und hat rund 24.000 Einwohner. Die Stadt blickt auf eine über 1.000-jährige Geschichte zurückt. Highlights sind die historische Altstadt mit ihren gepflasterten und verwinkelten Gassen, die alten Fachwerkhäuser, der Münzenberg, der Schlossberg sowie die Kirche St.Wiperti. Wären da nicht die vielen, typisch deutschen, Fachwerkhäuser – man könnte sich fast in der Toskana wähnen.


Nicht nur der Marktplatz vor dem Schlossberg, fast die ganze Quedlinburger Altstadt wirkt (fast) wie eine Filmkulisse.

Münzenberg

Der Münzenberg ist ein Hügel am Rande der Quedlinburger Innenstadt. Er ist bereits seit mindestens 1.500 Jahren bewohnt. Heute stehen hier knapp 60 wunderschöne, mehrere hundert Jahre alte Fachwerkhäuser. Diese wurden nach der Wende aufwändig saniert.  Wie auch die übrige Altstadt von Quedlinburg gleicht auch der Münzenberg einem großen, bewohnten, Freilichtmuseum. Sehr eindrucksvoll! Vom Rand bietet sich ein schöner Überblick auf die Altstadt und den benachbarten Schlossberg.


St.Wiperti-Kirche

Die Geschichte der Kirche St.Wiperti reicht über 1.000 Jahre zurück – so alt sind die ältesten Teile des Gotteshauses. Der Bau gilt als architektonisches Meisterwerk der Romanik. Das innere der Kirche ist eher schlicht, sehenswert ist aber die Wipertikrypta auf dem 10. bzw. 11 Jahrhundert.

Innenraum der Kirche St.Wiperti in Quedlinburg.

Wipertifriedhof

Zum Areal der Kirche zählt auch der Wipertifriedof. Besonders markant sind die 55, terassenförmig angeordneten, in den Felsen geschlagenen, Grüfte. Etwas, dass man in Deutschland nicht allzuoft sehen kann.

In den Berg eingelassene Gruften auf dem Friedhof der St.Wipertikirche in Quedlinburg.

Schlossberg

Am Rande der Altstadt erhebt sich steil, mitten aus den Gassen, der Schlossberg. Hier befinden sich terassenförmige Gärten der Bewohner sowie die Stifskirche St.Servatius. Hoch über Quedlinburg bietet sich ein gewaltiger Ausblick auf die Dächer der historischen Stadt.

Auch Abseits von Münzen- und Schlossberg sowie der Kirche St.Wiperti hat die vollkommen zurecht zum Welterbe zählende Altstadt von Quedlinburg, optisch und kulinarisch, viel zu bieten. Die alte Bausubstanz lässt einen schnell vergessen, dass man sich in einer bewohnten, realen Stadt befindet und nicht in einer Filmkulisse. Ich könnte jetzt noch vieles schreiben, so wirklich in Worte fassen kann ich das gesehene aber nicht. Lasst einfach die Bilder auf euch wirken oder schaut euch Quedlinburg selbst an, es lohnt sich.


Verweise:

6 Kommentare zu „Welterbestadt Quedlinburg

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    1. Na siehste – Murten kannte ich auch noch nicht :-). Bei all den Naturwundern, die die Schweiz zu bieten hat und denen ich den Vorzug geben würde, ebenfalls äußerst unwahrscheinlich das ich dort mal hinkomme ;-).
      Ich muss allerdings sagen, dass mir in diesem Jahr „häufiger“ als sonst Autos aus der Schweiz aufgefallen sind.
      Ansonsten hast du Recht, In Teilen von Quedlinburg sind die Gassen so schmal, dass Autos dort nicht durchpassen.

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