Mathias-Schmidt-Berg: St.Andreasberg – Preis-Leistung bescheiden

Nach dem, aus skifahrerischer Sicht, etwas enttäuschenden Besuch am Bocksberg machte ich mich auf zum nächsten Ziel. Über Berg und Tal fuhr ich an einigen geschlossenen , kleineren Skigebieten vorbei, Torfhaus und Sonnenberg, Scheinbar liegt alpine Wintertourimus, abseits des Wurmbergs,  am Boden. Ganz im Gegenteil zum Langlauf. Geschlossene Lifte, bei besten Bedingungen – das akzeptiere ich höchstens am Vormittag. Scheinbar laufen die genannten Anlagen aber generell nicht unter der Woche. Na denn – von nichts kommt nichts.

Kurz vor Mittag erreiche ich das schmucke Örtchen St.Andreasberg. Das Skigebiet liegt etwas unterhalb, an einem Gegenhang. Am Mathias-Schmidt-Berg erschließen zwei Doppelsesselbahnen und zwei Schlepplifte den breiten Nordhang der oben genannten Erhebung  und ein für Harzer Verhältnisse, relativ „großes“ Skigebiet.
Im Prinzip ist der Aufbau des Gebietes sehr simpel. Vier Parallele Lifte mit 100-200m breiten Lücken dazwischen in welchen die Pisten liegen. Dazu im Westen steiler bei etwa 100m Höhendifferenz, im Osten flacher bei nur noch 50m Höhendifferenz. Außen herum kommt die längste Abfahrt auf etwa 1000m, in der Direttissima sind es lediglich steile 400m. Geöffnet waren lediglich die östliche Sesselbahn und der kürze Schlepplift. Der Andrang hielt sich sehr in Grenzen.

Die Schneedecke besteht aus reinstem Pulverschnee – aber bereits sehr zerfahren. Es würde mich wundern, wenn die Hänge nach dem Vortag frisch präpariert wurden. Bei den Preisen die hier verlangt werden, 4 Stunden für 22€, ein Unding. Die schwarze Abfahrt entlang der Sesselbahn ist ganz nett aber leider sehr schattig. Um zur Außenrumabfahrt und zum kurzen Schlepper zu gelangen, muss ich oben etwas Stochern. Belohnt werde ich dafür mit Sonnenschein und einem tollen Blick zum Brocken. Die Abfahrt hier, ebenfalls zerfahren und unpräpariert, aufgrund der Schneeverhältnisse aber nett zu fahren. Der Rückweg zur Sesselbahn ist dagegen nur ein kurzer Ziehweg.

Mein Fazit zu St.Andreasberg: Im Gegensatz zu Hahnenklee waren hier alle Hänge fahrbar. Ansonsten bleibt für mich zu sagen, ein für Harzer Verhältnisse ziemlich abwechslungsreiches Skigebiet – allgemein Betrachtet aber ziemlich langweilig. Hundert Höhenmeter, steile oder etwas weniger steile Hänge, das ist nicht viel. Ansonsten bleiben mir vor allem hohe Preise und mangelnder Service in Erinnerung, tiefste Steinzeit.

2 Kommentare zu „Mathias-Schmidt-Berg: St.Andreasberg – Preis-Leistung bescheiden

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