Zuspitze – hoch hinaus: Das Dachgeschoss der Zugspitzarena

Unser Urlaubsort in Ehrwald war nicht zufällig gewählt. Während der grün-braun-graue Talboden bereits den Frühling herbeisehnt, herrscht im Dachgeschoss der Tiroler Zugspitzarena, noch tiefster Winter. Auf dem Zugspitzplatt
mit seinem kleinen Gletscher, drehen sich noch alle Liftanlagen – dazu liegt Pulverschnee. Eine willkommene Abwechslung zu den ab mittags durchweichenden Pisten an der Ehrwalder Alm und am Grubigstein, denn hier oben warten traumhafte Pistenbedingungen.

Blick von Deutschlands höchstem Gipfel auf das Zugspitzplatt mit seine kleinen Gletscherskigebiet. Hier oben herscht noch tiefster Winter und Pulverschnee satt.

Ein Wintertraum im Frühling.

Im Gegensatz zu meinen vorherigen Besuchen auf dem Zugspitzplatt ging es diesmal und erstmals von der Tiroler Seite auf Deutschlands höchsten Berg. Die Kabine der Pendelbahn ist groß und Modern. Dazu sind wir am Mittag die einzigen Mitfahrer. Am Gipfel müssen wir dann umsteigen. Zuvor genießen wir aber noch das Panorama aus fast 3.000m. Immer wieder umwerfend. Ins Skigebiet geht es dann weiter mit der Gletscherbahn. Hier sind wir alles andere als alleine. Die Kabine ist mit Asiaten, vermutlich Chinesen, vollgestopft. Ein lautes „Aaaah“ verkündet uns das die Gondel sich in Bewegung gesetzt hat. Das entsprechende „Oooh“ markiert die Einfahrt in die Station am Sonnalpin. Dort trennten sich dann unsere Wege. Wir schnallten uns die Ski an, die Asiaten gingen mit der Kamera auf die
Jagd.

Noch finden sich auf dem kleinen Schneeferner-Gletscher breite Skiautobahnen. Diese könnten schon bald Geschichte sein. Der Zugspitzgletscher wird eines der ersten Opfer des Klimawandels sein.

Die Sonne lacht, zwischendurch ziehen immer mal wieder einige Quellwolken durch, die sich manchmal auf etwas hartnäckiger halten. Bei der weißen Wüste hier oben, wir sind weit über der Baumgrenze, kann sich das schon einmal
negativ auf die Bodensicht auswirken – was dem Skispaß aber keinen Abbruch tut. Wir drehen eine doppelte Runde durch das recht übersichtliche Skigebiet. Trotzdem sind es vom Schneeferner bis ins Brunntal knapp 700 Höhenmeter. Lange Rede kurzer Sinn, das Skigebiet unter der Zugspitze ist immer wieder für einen Besuch gut. Gerade wenn die Sonne den Schnee im Erdgeschoss nur so dahinbruzzelt.

Übersicht – Winterurlaub in der Tiroler Zugspitzarena 2011

Verweise

 

     

5 Kommentare zu „Zuspitze – hoch hinaus: Das Dachgeschoss der Zugspitzarena

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  1. ich muss gestehen, ich war mal als kleiner Junge auf der Zugspitze aber dann nie wieder ! Mich hat der Berg immer abgestoßen wegen den vielen Menschen und Bauten auf dem Gipfel !!!
    Wenn ich mir vorstelle ich quäle mich beim hochlaufen und oben sitzen sie in Turnschuhe in der Sonne , das wäre glaub nichts für mich !! Ich rede natürlich vom Sommer !!

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      1. das stimmt allerdings ! Ich bin eben fast immer nach dem Motto verfahren “ es gibt so viele Berge in den Alpen dann muss ich nicht gerade auf die steigen die am meisten überlaufen sind .
        Man kann das aber auch nicht mit dem Skifahren vergleichen da braucht man schon eine gewisse Infrastruktur keine Frage !
        Ich finde es zum Teil halt schade dass wie ich schon selber gesehen habe auf über 2000m Planierraupen zu Gange sind für Pisten und Skilifte obwohl es schon 2 oder 3 gibt ! nein ein 4. Lift muss her !!!
        Ich weiß, man tut sich da schwer mit einem Skifahrer über solche Dinge zu diskutieren und jeder hat sicherlich ein Recht seinen Sport auszuüben , aber manchmal sollte es auch reichen, der Natur zuliebe !

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      2. Trotz Skifahren bin ich da ganz bei dir. Auf der Zugspitze selbst, zumindest im Skigebiet ist es ganz gesittet. Pistenbau findet eigentlich keiner mehr statt, Neue Lifte gibt es auch keine, die „neueren“ haben lediglich vorherige Anlagen ersetzt. In diesem Jahrtausend wurden sogar 2 Lifte komplett zurückgebaut.

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