Der winterliche Klimawandel im Sauerland

Vor einiger Zeit bin ich im Netz über ein Video von „Zukunft Skisport“ gestolpert. Inhalt, der winterliche Klimawandel in den deutschen Mittelgebirgen. Das Fazit dort lautet, die Winter in den Mittelgebirgen hätten sich in den letzten Jahrzehnten nicht nennenswert erwärmt. Gut, ich bin selbst aktiver Wintersportler. Häufig in den Mittelgebirgen, insbesondere im Sauerland unterwegs. Irgendwie widerspricht das meinen eigenen Erfahrungen, den immer neuen Temperaturrekorden und dem immer öfter fehlenden Naturschnee. Vielleicht bin ich aber auch nur von den Klimaprognosen beeinflusst, die eine sich immer weiter erwärmende Erde vorhersagen. Befangen sozusagen.  Warum sollten sich also ausgerechnet die Winter nicht erwärmen?
Wie auch immer, das menschliche Gedächtnis ist sehr speziell. Es spielt Streiche, spült Erinnerungen zutage die am besten passen. Gut das man das ganze nachprüfen kann. Die Daten der Wetterstation am Kahlen Asten, (fast) lückenlos seit 1955, sind für jedermann frei verfügbar.  Eine gute Gelegenheit dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen und die Aussagen von „Zukunft Skisport“ zu überprüfen.

Wetterdaten vom Kahlen Asten


Zunkunft Skisport nutzt Temperaturdaten der letzten 50 Jahre, ab dem Winter 1969/1970. Da vom Kahlen Asten lückenlose Daten seit dem 1. Januar 1955 vorliegen, sehe ich keinen Grund, diese nicht zu verwenden.


Der Kahle Asten ist einer der höchsten Punkte im Sauerland (842m). Die Lufttemperaturen in der Atmosphäre nehmen um durchschnittlich 0,65°C pro 100m Höhe ab. Da die wichtigen Skigebiete in einer Höhenlage von 550-840m liegen, ist es dort, im Mittel, entsprechend wärmer.
Zunächst möchte ich auf die Jahrestemperaturen, anschließend auf die für den Schneesport wesentlichen Wintertemperaturen eingehen.

Temperaturen

Jahresdurchschnittstemperaturen


Die Jahresmitteltemperatur wird aus dem Durchschnitt der zwölf Monatsmitteltemperaturen errechnet.


Klimadiagramm Kahler Asten Sauerland
#1 Die Jahresmitteltemperaturen am Kahlen Asten seit 1955.

Am Anstieg der Jahresmitteltemperaturen, dem Klimawandel, besteht auch am Kahlen Asten kein Zweifel. Allein in den vergangenen 8 Jahren wurde dreimal einen neue Höchstmarke aufgestellt. Das vergangene Jahr, 2018, war das bisher wärmste Jahr überhaupt. Die Ausschlänge nach oben werden größer, die nach unten nehmen ab. Über den Gesamtzeitrahmen zeigt sich ein deutlicher Erwärmungstrend von 0,29°C pro Dekade (rote Linie).

Mittlere Wintertemperaturen


Die Wintertemperatur wird aus dem Mittel der drei Wintermonate Dezember, Januar und Februar errechnet.


Da Schneesport der Schneesport sich auf die Wintermonate beschränkt, sind natürlich vor allem dessen Temperaturen für dessen Ausübung maßgeblich. Wie also haben sich die Wintertemperaturen entwickelt?

Klimadiagramm Wintertemperatur Kahler Asten
#2 Die Wintertemperaturen am Kahlen Asten seit 1955.

Auch die Wintertemperaturen sind angestiegen – etwas weniger die mittleren Jahrestemperaturen. Seit 1955/1956 haben sie sich um durchschnittlich 0,25°C/Dekade erwärmt (rote Linie). Auffällig ist die große Amplitude zwischen kalten und warmen Wintern. Die Hälfte der letzten sechs Winter wies eine positive Temperatur, über 0°C auf. Betrachtet man aber lediglich die letzten 30 Winter (ab 1989/1990, grüner Kasten), zeigt sich eine Stagnation um einen Mittelwert von -1,4°C. Im Gegensatz dazu lag das Mittel der Winter von 1955/1956 bis 1988/1989 bei -2,4°C – also 1°C tiefer.

Mittlere Temperaturen innerhalb der Skisaison


Die mittlere Temperatur innerhalb der Skisaison wird aus dem Mittel der drei Temperaturen zwischen dem 15. Dezemberg und dem 31. März errechnet.


Noch wesentlicher für den Wintersport sind die Temperaturen innerhalb der Skisaison vom 15. Dezember – 31. März. Dieser Zeitraum ist durchschnittlich etwas kühler als das Mittel der Wintermonate.

Diagramm Temperatur Kahler Asten
#3 Die mittlere Temperatur innerhalb der Skisaison am Kahlen Asten.

Auch hier zeigt der Trend nach oben, sogar etwas stärker als in den Wintermonaten (Trend +0,28°C pro Dekade).

Der überaus kalte Winter 1962/1963 ist ein noch größerer Ausreißer als ohnehin. Betrachtet man wiederum nur die letzte 30 Winter isoliert, zeigt sich gar ein leichter, aber nicht signifikanter, Abwärtstrend. Dieser Zeitraum beginnt jedoch mit dem wärmsten Skiwinter überhaupt.

Monatlicher Erwärmungstrend

Da die Temperaturen in den Wintermonaten offensichtlich langsamer steigen das Jahresmittel, muss es entsprechend Monate geben, die sich stärker erwärmen.

Klimaerwärmung Klimadiagramm Kahler Asten.
#4 Der monatliche Erwärmungstrend in °C/ Dekade.

Es zeigt sich deutlich, dass die Temperatursteigerungen, in den Wintermonaten am geringsten ausfallen. Dafür ist die Erwärmung in den Frühjahrsmonaten besonders stark, im April sogar extrem. Die absoluten Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, hier soll lediglich ein langfristiger Trend aufgezeigt werden.
Ein bisschen Spekulation meinerseits: Die Ursache könnte in der winterlichen Ausstrahlung zu finden sein. Im Osten und Nordosten Europas bilden sich im Kernwinter extrem kalte Luftmassen. Auch in einem erwärmten Klima. Alle paar Jahre finden diese den Weg nach Mitteleuropa. Dadurch sind im Winter starke Temperaturschwankungen möglich, die in anderen Jahreszeiten so nicht auftreten. Dies könnte den Erwärmungstrend im Winter dämpfen. Möglicherweise fanden diese Luftmassen einst noch gelegentlich im April noch ihren Weg ins Sauerland – was heute so nicht mehr stattfindet.

Schnee-, Frost und Eistage

Temperaturen allein machen noch keinen Winter. Für Wintersport braucht es vor allem eines – Schnee und Frost. Beide bedingen sich weitgehend gegenseitig. Wobei Schnee, ist er erstmal gefallen, durchaus auch für sein eigenes Wetter sorgen kann.

Schneedeckentage


Von einem Schneedeckentag spricht man, wenn zum morgendlichen Klimatermin ein Schneedeckungsgrad von mindestens 50 Prozent, beobachtet wird.


Schneedeckentage im Gesamtwinter

Der Gesamtwinter  beginnt mit dem 1. Oktober und endet mit dem 31. Mai des Folgejahres, bezieht also auch die Herbst- und Frühlingsmonate mit ein. Seit Aufzeichnungsbeginn wurden am Kahlen Asten in allen Monaten außer, zwischen Juni und September, Schneedeckentage beobachtet.

Klima Kahler Asten Schneetage
#5 Schneedeckentage je Winter.

Auch die Zahl der Schneedeckentage ist deutlich rückläufig. Die Ausschläge nach unten werden stärker und häufiger, die nach oben niedriger. Der Mittelwert wurde in den letzten 10 Jahren nur einmal, knapp, überschritten. Der Trend über den gesamten Zeitraum zeigt eine Abnahme der Schneebedeckung von -6 Tagen/Dekade. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahrzehnten noch einmal beschleunigt und beträgt inzwischen -1 Tag pro Jahr (bezogen auf die vergangenen 30 Winter). Auffällig ist eine Abfolge von schneereichen Wintern zwischen 1965 und 1986. In diesem Zeitraum wies nur ein Jahr eine unterdurchschnittlichen Anzahl von Schneetagen auf. Diese Winter sind für die hohe Zahl von Skiliften im Sauerland verantwortlich.

Differenzierung nach Schneehöhe

Eine Schneedecke allein reicht für den Skibetrieb nicht aus., sie muss auch ausreichend mächtig sein. Eine 20cm dicke Schneeauflage dürfte in etwa die untere Grenze für den Wintersport im Sauerland darstellen.

Kahler Asten schneebedeckung
#6 Schneedeckentage im Gesamtwinter, differenziert nach Schneehöhe.

Auch der die Anzahl der Schneetage mit einer Schneedecke von mindestens 20cm ist rückläufig, jedoch nicht so deutlich wie die Anzahl der Tage mit einer geringeren Schneemächtigkeit. In den letzten 30 Jahren ist, allerdings beginnend mit den schneearmen, frühen 90er Jahren, sogar ein leichter Anstieg zu erkennen, während sich der Verlust von Schneedeckentagen, insgesamt, beschleunigt.

# Schneedeckentage Skisaison
#7 Schneedeckentage innerhalb der Skisaison (15.12-31.03)

Die Anzahl der Tage mit ausreichend viel Schnee für den Skibetrieb ist in den meisten Wintern eigentlich so gering, dass ein wirtschaftlicher Skibetrieb auf Naturschneebasis kaum möglich erscheint. Mit Sicherheit aber nicht mit den heutigen, kapazitätsstarken Sesselliften, wie sie in Willingen und Winterberg inzwischen die Regel sind.
Auch wenn das Sauerland nie eine wirkliche Schneesicherheit bieten konnte, die Zahl der Tage mit  dicker Schneeauflage war bis Ende der 1980er Jahre größer, schneearme Winter seltener. Der Mittelwert von 55 Schneetagen >20cm seit 1955/1956 ist in den letzten 30 Jahren auf 47 zurückgegangen.

Kahler Asten Klima Schnee Sauerland
#9 Schneedeckentage in % (Anzahl der Schneetage/Monatstage)

Stellt man die Prozentuale Schneebedeckung nach Monat dar, jeweils im 30-jährigem Mittel, wird deutlich das die Zahl der Schneetage in jedem Monat rückläufig ist.  Während die Kernwintermonate, Januar und Februar die höchste Schneebedeckung und den geringsten Rückgang verzeichnen, ist vor allem der Schneeverlust in den Randzeiten, vor allem im Frühjahr bedeutend.

Frosttage

Schnee und Frost bedingen sich (meistens) gegenseitig. Seit den späten 1990er Jahren ist Frost immer wichtiger geworden. Man verlässt sich inzwischen nicht mehr auf  Naturschnee sondern in zunehmenden Maße auf die technische Beschneiung, „Kunstschnee“, der inzwischen die Grundlage des Sauerländer Wintersports bildet.


An einem Frosttag liegt das Temperaturminimum unter 0°C.


Frosttage im Gesamtwinter

Frosttage Kahler Asten Klimadiagramm
#10 Anzahl der Frosttage am Kahlen Asten seit 1955/1956 (64 Winter)

Die Zahl der Frosttage nimmt ab. Der Trend (rot) zeigt einen Verlust von 4,6 Frosttagen/Dekade. Diese Tendenz hat sich, bezogen auf die letzte 30 Winter,  beschleunigt (-5,3 Frosttage/Dekade).

Differenzierung der Frosttage

Ein Frosttag allein reicht nicht aus, um technischen Schnee zu erzeugen. Neben der Luftfeuchtigkeit ist vor allem die Temperatur entscheidend. Ich habe mich, zur Differenzierung, an zwei Werten orientiert. Zum einen an der -2,5°C Marke, ab hier müsste die Produktion von Kunstschnee unabhängig von anderen Faktoren möglich sein, zum anderen an der -5°C Marke, wo die Schneeproduktion ergiebig ist.

#Frosttage Kahler Asten differenziert
#11 Frostttage am Kahlen Asten differenziert nach Tiefstwerten

Sowohl die Zahl der Frosttage mit einem Temperaturminum unter -2,5°C als auch unter -5°C nimmt ab. Die Bedingungen für die technische Beschneiung werden insgesamt schlechter. In besonders milden Wintern sind sogar die Möglichkeiten zur technischen Schneeerzeugung beschränkt.Klimawandel Kahler Asten Diagramm

#12 Frosttage, differenziert nach Tiefstwerten, in den Wintermonaten

Auch die Zahl der Frosttage in den Wintermonaten (Dezember-Februar) nimmt ab, aber nicht so deutlich wie im Gesamtwinter (-1,3 Tage/Dekade). Der Verlust von Tagen mit Temperaturen unter -2,5°C bzw. -5°C  ist deutlicher ( jeweils -2,4 Tage/Dekade).

Beschneiung Kahler Asten Klima
#13 Beschneiungstage in der Vorsaison

Insbesondere in der Vorsaison, vor den Weihnachtstagen, ist die technische Beschneiung besonders wichtig – um Skibetrieb über die Feiertage und in den Ferien überhaupt zu ermöglichen. Auch hier werden die Schneifenster weniger. In milden Jahren bieten sich nur eine Handvoll Möglichkeiten zur Schneeerzeugung, was vor allem in den letzten Wintern der Fall war.

Eistage


An einem Eistag bleibt die Höchsttemperatur unter 0°C


Eistage Kahler Asten Klimadiagramm
#14 Eistage

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch auf die Dauerfrosttage eingehen. Die Zahl der Eistage ist rückläufig (-3 Tage/Dekade). Generell ist die Zahl der Tage mit Dauerfrost großen Schwankungen unterworfen.

Schlussbemerkungen

Zurück zur Ausgangsfrage von „Zukunft Skisport“. Nein, die mittleren Wintertemperaturen haben sich auch am Kahlen Asten, in den letzten 30 Jahren, nicht nennenswert erhöht. Vielleicht sind die durchschnittlichen Temperaturen allein aber einfach kein guter Indikator. Wie auch immer, der Zeitrahmen lässt sich bis zum Aufzeichnungsbeginn, 1955, auf 64 Winter erweitern. In dieser Zeitspanne ist eine Zunahme der Wintertemperaturen zu verzeichnen. Der Mittelwert dieser 64 Winter beträgt -2,0°C, die letzten 30 Winter waren im Durchschnitt -1,4°C kalt. Ein deutlicher Unterschied – vor allem im Schneesport, wo die 0°C Grenze vielleicht der bedeutendste Faktor ist. Insgesamt 8 der letzte 64 Winter hatten eine positive Durchschnittstemperatur, davon 6 in den letzten 30-, 3 in den letzten 6 Wintern. Alle oben aufgezeigten Faktoren entwickeln sich zu Ungunsten des Schneesports – in den Skigebieten, die niedriger liegen dürften sie noch schlechter sein. Hält dieser Trend an, ist der Wintersport im Sauerland mittelfristig ein Auslaufmodell – mein Wunsch ist das sicher nicht…

Die Winter im Sauerland sind schon warm, so warm, dass sie den Wintersport gefährden. Nicht ohne Grund haben die Betreiber der Skigebiete ihre Schneeanlagen immer weiter ausgebaut, mittlerweile auch Beschneiungstechnik angeschafft, die bei Plusgraden arbeitet. Nutzt man diese kostenintensiven „Schneeerzeuger“ ist die Zukunft des Wintersportes gesichert – denn der eigentliche Aufhänger dieses Beitrags ist ein Kommentar von „Zukunft Skisport“ auf Facebook, dass man auch in Zukunft noch in Winterberg Skisport betreiben kann. Klar, die Zukunft ist gleich. Nächsten Winter werden wieder die Lifte laufen – keine Frage.

Dazu sei gesagt, dass der Qualität des Wintersports, wie er derzeit in den wichtigen Sauerländer Skigebieten angeboten und nachgefragt wird, ohne Beschneiungstechnik gar nicht möglich wäre und es auch nie dauerhaft war.

Keine Lobbyorganisation…

Für diesen Beitrag hat mich niemand bezahlt. Für die Kosten dieser Webseite komme ich selbst auf, sie generiert keine Einnahmen. Sie existiert einfach so, zum Freizeitvergnügen. Ich bin sicher kein Lobbyist.
Auch Herr Eigner, von „Zukunft Skisport“ sagt, er wird für sein Video nicht bezahlt. Das wird wohl auch so sein. Sieht man sich jedoch die Referenzen auf seiner Webseite an, mehrere große Skigebiete und der Weltmarktführer der Seilbahnbranche, liegt mindestens ein Interessenkonflikt vor.
Wie auch immer, auch ich wünsche mir eine Zukunft für den Skisport, den ich selbst betreibe. Wunsch und Wirklichkeit sind aber leider zwei Paar Schuhe.


Verweise:

Das Video von Zukunft Skisport:


Quellen:

Daten (gemeinfrei) der DWD Wetterstation am Kahlen Asten

7 Kommentare zu „Der winterliche Klimawandel im Sauerland

Gib deinen ab

  1. Wenn ich die (vor allem das erste) Diagramme richtig lese, dann finde ich einen Aspekt interessant: Die Temperaturen steigen seit 1955 linear an. Ich hätte ja vermutet, dass es mit der zunehmenden Umweltverschmutzung (CO2) auch einen zunehmenden Anstieg gibt. Oder hatten wir 1955 schon ein Problem? Und vielleicht wird der Natur weniger Skisport auch gut tun?

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    1. Jein, es ist nicht ganz so einfach ;-).
      Ja, es wirkt auf den ersten Blick so, also würden die Temperaturen ab 1955 linear ansteigen. Letzlich beginnt die Reihe aber mit zwei sehr kalten Jahren (ganz einfach weil dort die Datenerfassung begann). Ohne die Jahre 1955 & 1956 würde sich das ganze optisch anders darstellen. Der Anstieg erst Ende der 80er Jahre einsetzen. Leider, so muss man sagen, bieten solche Diagramme auch oft reichlich Möglichkeiten die Daten nach Wunsch darzustellen ohne die Fakten zu verdrehen. Tatsächlich hat sich der Anstieg aber seit Beginn der 1990er Jahre beschleunigt:

      Die letzten 15 Jahre sind aber eigentlich zu kurz um einen Trend daraus abzuleiten.
      Auch 1955 hatten wir schon ein „Problem“, wenn auch ein weit geringeres. Tatsächlich ist es so, dass die Mitteltemperaturen bereits seit 1850, dem Ende der kleinen Eiszeit ansteigen. Der menschengemachte Klimawandel ist nur ein Faktor. Es ist ja nicht so, dass das Erdklima keine natürliche Variablität aufweisen würde.

      Und klar, irgendwo würde der Natur weniger Skisport gut tun, ob aus diesem Grund ist wieder die Frage. Aber wenn man so fragt, würde der Natur sicher noch etwas weiter gefasstes gut tun ;-). Tatsächlich sind aber die Skipisten, zumindest im Sauerland, artenreiche Lebensräume, teils sogar refugien für seltene Plfanzen… Letztlich sind wir Menschen aber da, wollen beschäftigt werden und andere ihren Lebensunterhalt verdienen.

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  2. Danke für die sehr informativen Zahlen! Als „alter Waldecker“ kann ich das vom Sehen, vom Wahnehmen, vom Empfinden über die Zeitreihe bestätigen.
    Was immer wir wollen, was immer der Schneekanonenbauer sich verspricht – die Natur macht, was sie will. Vermutlich sind wir Menschen an Richtung und Ausmaß dieses Mal nicht ganz unbeteiligt.

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    1. Nichts zu Danken. Die Natur ist ja inzwischen oft so, wie „der Mensch“ sie haben möchte. Schneekanonen sind da nur ein Puzzlestück, eigentlich nicht anders als ein Freibad, Hallenbad. Letzlich geht es immer um Geld, um die Lebensgrundlage von Menschen (Schneekanonen). Letzlich werden diese den Klimawandel nicht verhindern, sind auch genauso wenig dafür verantwortlich. Das die Poltik in der Lage- oder überhaupt willens ist, zumindest den menschengemachten Teil des Klimawandels noch irgendwie „unter kontrolle“ zu bekommen – diese Hoffnung habe ich lange aufgegeben.

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