Bayerisches Kasperle-theater: Breitenberg vs. Skizentrum Pfronten

Das Pfrontener Hausskigebiet ist das Skizentrum Pfronten bzw. der Breitenberg.
Was für mich auf den ersten Blick wie ein einziges Skigebiet aussieht, sind in der Realität zwei. Zwar sind beide Skigebiete mit Pisten verbunden, haben aber keinen gemeinsamen Skipass. Wir sind hier eben in Bayern. Es lebe das Klischee.
Zugegeben, Pfronten ist nicht der Nabel des Skisports, kein Hot-Spot und auch kein überregional Wintersportzentrum – es wäre aber mehr drin als der Status Quo.
Das sich mehrere Liftbetreiber zu einem größeren Skigebiet zusammenschließen – dem Erfolg wegen, ist eher die Regel als die Ausnahme. Dem stehen ausgerechnet in den bayerischen Alpen, in Deutschland, oftmals Einzelinteressen entgegen. Zank und Neid, kleine und große Zwistigkeiten zwischen den einzelnen Lift- und Grundeigentümern bestehen ist ebenfalls nicht neu.
Hautnah erleben kann man das ganze in Pfronten. Der fehlende, gemeinsame Skipass, ist nur ein Aspekt. Ein weiterer ist die Königscard, eine Art Kurkarte für Übernachtungsgäste mit großem All-inklusive Angebot – an sich eine super Sache. Im Skizentrum Pfronten kann man mit dieser Karte Skifahren, am Breitenberg nicht Der Breitenberg ist aus diesem Kartenverbund ausgestiegen. Da fahre ich als (Ottonormal) Königscardbesitzer natürlich dort Ski, so ich das kostenlos kann.
Es gibt für alles Gründe. Nicht immer gute Gründe. Der Gast, der Kunde ist nicht dumm.
Warum muss ich am Breitenberg 2€ für eine berührungslosen Skipass zahlen und bekomme diese bei Rückgabe nicht erstattet? Warum bekomme ich die gleiche Karte im Skizentrum kostenlos? Warum klappt das, was in fast allen Wintersportgebieten Realität ist, ausgerechnet auf bayrischer Seite (oft) nicht?
Dazu gesellt sich das Henne-Ei-Problem. Wieso läuft in Skizentrum, in der Nebensaison unter der Woche nur der Familienlift? Warum bleibt der, mit einer wesentlich längeren und attraktiveren Piste gesegnete, Standardlift außer Betrieb? Trotz Beschneiungsanlage und fahrbarer Piste? Als Gast komme ich mir da wir der Depp vor. Kein Wunder das die die allermeisten Gäste gleich weiter, über die Grenze fahren. Der Markt regelt nicht alles, manches schon.

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