Island 4.1: Die Südostküste

Nach zwei erholsamen Tagen für den Geist, zwei anstrengenden für den Körper, lassen wir es heute etwas ruhiger Angehen. Es geht zunächst noch ein Stück die Südostküste entlang, anschließend in die Ostfjorde – immer am Meer entlang. Ein Tag ohne Highlights aus dem Reiseführer – heute ist Island selbst der Höhepunkt.
Nach einem tollen Frühstück im Hotel Joküll, unserer bislang schönsten Unterkunft, fahren wir zunächst kurz nach Höfn. Mit knapp unter 2.000 Einwohnern die größte Stadt im Umkreis von 250 Kilometern und ein entsprechend wichtiges Zentrum – vor allem für die Fischerei. Anschließend weiter auf der Ringstraße in Richtung Nordosten.

Halbinsel Stokknes

 

Unser erstes Ziel ist die Halbinsel Stokknes, die Südostspitze Island am Fuße des bekannten Berges Vestrahorn. Hier findet sich kleiner Leuchturm mit Radaranlagen der NATO an einer Steilküste, ein schöner Strand mit Dünen, sowie ein nachgebautes Wikinger Dorf. Das ganze kann über eine unasphaltierte Stichstraße erreicht werden.

#Island Stokknes Strand
Sandstrand mit spuren dreier Reiter am Stokknes. Im Hintergrund in Wolken, das Vestrahorn.

Der ganze Bereich ist eintrittspflichtig, mit 600 ISK (ca. 5€) auch nicht wirklich günstig. Das Wikingerdorf entpuppt sich als Kulisse für einen Film der nie gedreht wurde und ist darüber hinaus noch in schlechtem Zustand, im Verfall begriffen. Leider sieht das Dorf nur aus der Distanz interessant aus. Aus der Nähe ist es nicht mehr als Fassade, eine Filmkulisse eben. Lohnt sich nicht! Über einen geschotterten Damm gelangt man zur Steilküste, zu den Radartürmen und zum Strand – immerhin im Eintrittspreis inkludiert. Die Steilküste ist ganz nett – es finden sich aber weitaus spektakulärere Küstenabschnitte die kostenlos sind. Immerhin liegen einige Seehunde auf dem Felsen gegenüber.

 

 Der Strand ist hingegen toll. Der dunkle Sand mit der weißen Gischt der Wellen bietet tolle Kontraste – gerade mit den steilen Bergen im Hintergrund. Besonders spektakulär, geradezu unwirklich wirkt das angeschlossene Dünenfeld aus mit dunklem Sand. Wie aus einer anderen Welt.

Fahrt in Richtung Ostfjorde

In einem kurzen Tunnel durchqueren wir das Bergmassiv des Vestrahorns. Auf der anderen Seite beginnt die Islands Ostküste. Zunächst erwartet uns eine breite Schwemmlandebene die uns einen letzten verschwommenen Blick auf die Eisfelder des Südens gewährt.

#Island Lonsfjördur
Ein letzter Blick auf die Eisfelder Südislands.

Anschließend erreichen wir eine kleine Lagune, den einsamen Lonsfjördur, den wir umfahren. Anschließend landen wir wieder am Ufer des Nordatlantiks, umfahren die Berge und finden uns an einer Steilküste wieder. Islands Landschaften wechseln schneller als das Wetter.

#Island Lonsfjördur
Blick über die Lagune Lonsfjördur – das Wetter ist toll!

Steilküste von Lækjavik

#Island Lækjavik
Brandung des Nordatlantiks bei Lækjavik.

An der Steilküste von Lækjavik legen wir eine Pause ein. Wir genießen den Blick auf den tosenden Nordatlantik, die Klippen und die Berge. Die Luft schmeckt salzig, die Brandung rauscht in den Ohren.

 

Erst nach einer ganzen Weile brechen wir wieder auf –  in Richtung Ostfjorde.


IslandIsland – Auf der Ringstraße 2018 – Übersicht


 

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