Belgischer Beton ist hart: Baraque de Fraiture & Fritten

Nach dem Abenteuer im größten Belgischen Skigebiet, Ovifat standen wir vor einem Dilemma: Kein weiterer Lift drehte sich in der näheren Umgebung. Glücklicherweise gibt es aber noch das Skigebiet Baraque de Fraiture, eine gute Stunde westlich – das höchste Wintersportgebiet Belgiens. Aus dem Internet wussten wir, dass dort noch ein Lift in Betrieb sein sollte. Welcher und ob überhaupt konnte erst ein Besuch klären. Also gings durch die nebligen Ardennen gute 50 Kilometer weiter nach Westen.

Baraque de Fraiture Belgium Skiing
Kaiserwetter in Baraque de Fraiture – aber immerhin liegt Schnee.

Skigebiet Baraque de Fraiture

Belgiens höchstes Skigebiet

Das Skigebiet Baraque de Fraiture ist mit bis zu 650m Seehöhe Belgiens höchstes Skigebiet. Das Areal besteht aus drei, fast parallelen Skiliften (KSSL) sowie zwei bis zu 800m langen Pisten. Der Höhenunterschied beträgt eta 85m. Die Hänge sind zwar nicht besonders steil, waren in meiner Erinnerung aber etwas weniger flach als in Ovifat, ließen sich auch ganz gut fahren.

Skigebiet Baraque de Fraiture
Und zu ihrer linken sehen sie nichts. Im Blindflug durch die Belgischen Ardennen.

Im Blindflug durch die Ardennen

Schon auf den Parkplatz ist es etwas die einzigen nicht Holländer oder Belgier in einem Skigebiet zu sein – aber gut, kein Problem. Nach dem obligatorischen Einkleiden golt es zunächst die Kasse für die Liftpässe zu finden was sich in der Nebelsuppe als garnicht so einfach herraustellte. Wie auch immer, wir hatten Glück und fanden und schnell auf der Piste wieder.

Schneematsch und Abenteuer

Wer jetzt einen perfekten Skitag erwartet kann gleich aufhören zu lesen. Wie schon aus Ovifat bekannt, werden auch die Abfahrten in Baraque de Fraiture nicht gewalzt. Aufgrund des Tauwetters ist der Schnee entsprechend knapp und nass. Mancherorts kommen schon Gras und Erde durch. Keine Bilderbuchverhältnisse. Es ist ungemütlich, neblig, Sichtweiten >50m haben Seltenheitswert – aber es geht ja ums Abenteuer und das bekommt man hier kostenlos zum Liftpass dazu.
Zum Skigebiet selbst ist schnell alles gesagt, die Pisten sind typisch mittelgebirgig, kurz, weder steil noch sonst irgendwie anspruchsvoll und achja, so etwas wie Aussicht gibt es dank des Nebels nicht. Theoretisch würde sich der Spaß in Grenzen halten, zumindest wenn man nur Wetter, Schneeverhältnisse und sportlichen Anspruch betrachtet. Blendet man all dies aus kommen wir hier voll auf unsere Kosten. Die Abfahrten sind mehr Beiwerk. Wir fahren im Lift schneller nach oben als den Hang auf Skiern hinab. Dennoch, die Stimmung ist besonders. Niemand schert sich um die eher schlechten Bedinungen. Die Regeln sind lax. Jeder erfreut sich daran, dass überhaupt Schnee liegt, man überhaupt skifahren kann. Eine wunderbar gelöste, lockere Atmosphäre die sich auch auf uns Abenteurer übeträgt. Besser, als an so manch akribisch durchgeplanten Skitag möchte ich meinen.

 

Nach Abschluss des Skitages fahren wir nach Hause, landen standesgemäß noch in einer belgischen Frittenbude samt Frikandel Spezial – wohlgemerkt inzwischen im deutschsprachigen Teil des Landes. Belgien ist schon verrückt, aber äußerst sympatisch!

Belgische Pommes Frites
Wie es sich gehört gibts zum Abschlkuss noch eine Portion belgische Fritten, inspiriert von den niederländischen Nachbarn mit Frinkandel Spezial. Hat geschmeckt!

siehe auch:

 

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