Wandern: Von Willingen durchs Paradies auf den Ettelsberg

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Das einst so frische grün des Sommers weicht mehr und mehr einem herbstlichen Braun. Die Tage werden spürbar kürzer, die Nächte kühler – die Tage bleiben aber warm bis mild. Das perfekte Wetter zum Wandern. Uns zieht es ins hessische Upland. Von Willingen aus Wandern wir nach Stryck, weiter durch das Paradies auf den Ettelsberg und zurück zum Ausgangspunkt.

Von Willingen nach Stryck

Start und Ziel unserer Rundwanderung ist der große Parkplatz an der Ettelsberg-Seilbahn. Wir folgen der Beschilderung nach Stryck, zur bekannten Mülenkopfschanze. Durch Wiesen und Weiden geht es leicht ansteigend am Ortsrand von Willingen entlang. Schließlich passieren wir das kleine Dörfchen Stryck und stehen am Fuß der Skisprungschanze – zu dieser Jahreszeit natürlich schneefrei. Hier beginnt der zivilisationsferne Teil der Wanderung.

Wir laufen tiefer in das Strycktal mit seinen ursprünglichen Bruch- und Schluchtwäldern. Am Talboden plätschert ein Bach, die Itter, im weiteren Verlauf die Ermecke. Dieser Teil des Tals heisst nicht von ungefähr Paradies. Eine grüne Oase im Fichtenwald.

Durch Kyrills-Schneisen zum Ettelsberg

Wir gewinnen nun langsam Höhenmeter, wirklich steil wird es aber nicht. Wir erreichen den Waldrand, steigen über Forst- und Wirtschaftswege zur Großen Grube auf. Hier oben, auf bereits 800m, liegt uns fast das ganze Sauerland zu Füßen – doch nicht nur das, auch der Bergwald wurde durch den Orkan Kyrill großflächig umgeworfen. Doch der fehlende Wald bietet auch Vorteile, versperrt er doch sonst die Aussicht.Natürlich konnte sich der Wald in den letzten drei Jahren, seit dem großen Sturm, noch nicht regenerieren. Dennoch sind die weiten Windwurfflächen nicht kahl. Sie strotzen vor leben. Zwischen dem Totholz wachsen nicht nur junge Fichten, Heidekräuter und Blumen machen den einstigen Waldboden zu einem farbenprächtigen Blütenmeer.

Hochheide am Ettelsberg

Schließlich erreichen wir den Ettelsberg, 838m, sind zurück in der Zivilisation. Wir queren die Hochheide und wandern durch zahlreiche Serpentinen, steil bergab, zurück nach Willingen. Kurz vor einem starken Gewitterschauer erreichen wir den Parkplatz.

#Willingen Ettelsberg-Seilbahn gewitter
Während wir ins Tal Wandern ziehen dunkle Wolken über Willingen auf.

Die Rundwanderung misst etwa 9 Kilometer, dabei sind rund 250 Höhenmeter Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Aus der Serie „Vor 10 Jahren“


Verweise:

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