Island 5.2: Tanz auf dem Vulkan

Nachdem unser Tank wieder gefüllt ist, können wir uns wieder den weltlichen Dingen widmen. Die Gegend östlich des Mývatn ist von unzähligen Kratern, Lavafelderm und Spalten durchsetzt. Sie zeugen vom Vulkansystem der Krafla, dessen aktiver Bereich im Norden Islands eine Länge von 100 Kilometern erreicht. Eines der beeindruckendsten Zeugnisse des Vulkanismus in dieser Region ist der Krater Hverfjall – unser nächstes Ziel.

#Vulkankrater Hverfjall
Der Krater Hverfjall vom Ufer des Mývatn aus gesehen.

Als die Hölle losbrach

Es muss sich angefühlt habe wie die Apokalypse. Vor rund 2.500 Jahren traf glühend heißes Magma auf Grundwasser. Die Folge, das Wasser verdampfte schlagartig, es kam zu einer infernalischen Explosion. Eine gigantische Wasserdampfsäule stieg auf, dazu wurden große Mengen vulkanischen Materials ausgeworfen.

#Hverfjall Kraterrand
Blick in den Krater des Hverfjall. im Hintergrund der Mývatn. Panoramaaufnahme in Richtung Westen.

Das Auswurfmaterial bestand aus Aschen und Schlacken, die vor allem aber in Form von pyroklatischen Strömen niedergingen, als Teile der Dampfsäule in sich kollabierten. Im Zentrum des Infernos konnte kein Material absinken. Die explosionsartig austretene Wasserdampfwolke verhinderte dies. Entsprechend lagerte sich das Material, insgesamt etwa ein Viertel Kubikkilometer, in einem Ring um die Dampfsäule ab.

 

Dieser Ringwall bildet heute den Rand des Hverfjall. Er entstand in nur einem einzigen Ausbruch. Durch wechselnde Windrichtungen während des Ausbruchs ist eine Seite des Kraterwalls höher als die andere. Der Krater hat einen Durchmesser von gut einem Kilometer, der Kraterwall hat eine Höhe von 100-180 Metern über der umgebenden Ebene. Die höchste Erhebung des Kraters beträgt 452m über dem Meer.
Auch 2.500 Jahre nach dem Ausbruch ist der Vulkankegel noch immer weitgehend vegetationsfrei.

#Vulkankrater Hverfjall
Der Krater des Hverfjall. Panoramaaufnahme mit Blick in Richtung Norden.

Wanderung um den Krater

Der Vulkan Hverfjall lässt sich erwandern. Es gibt zwei wege auf den Kraterrand, einen steilen und einen sehr steilen. Wir wählen die etwas leichtere Variante. Vom Parkplatz aus. Die nicht asphaltierte Straße zum dorthin, ist auch mit einem normalen PKW machbar. Vom Parkplatz aus, führt ein steiler Pfad über Schutt und Asche auf den Rand des Kraters. Dieser ist etwa 500m lang und überwindet 160 Höhenmeter. Der Rundweg, einfacher, leicht welliger Rundwanderweg über loses Geröll, auf dem Hverfjall misst rund 3,5 Kilometer.

#Hverfjall Lavastrom
Blick in Richtung Osten. Erkalteter Lavastrom am Fuss des Hverfjall.

Von oben bieten sich atemberaubende Blicke in das innere des Kraters und die Umgebung, den Mývatn un die umgebenden Vulkane – sehr empfelenwert!


IslandIsland – Auf der Ringstraße 2018 – Übersicht


 

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