Saisonabschluss in Livigno

Mein diesjähriger Abschluss der Skisaison fand im italienischen Livigno statt. Die Anzahl der geöffneten Skigebiete, zu dieser Jahreszeit, ist eher gering und von St.Moritz aus ist es nur ein Katzensprung. Zusätzlich lockt Livigno mit seiner Zollfreizone und einem günstigen Skipass (29€ zum Saisonende).

Durch den Tunnel Mut de la Schera nach Livigno

2017-04-25_Livigno_Munt_de_la_Schera
Der einspurige Tunnel Munt de la Schera

Das Manko von Livigno ist die Erreichbarkeit. Die Forcola di Livigno, am Berninapass, ist im Winterhalbjahr geschlossen – auch wenn derzeit überhaupt kein Schnee liegt. Die einzige Möglichkeit ist daher, außer einem riesigen Umweg über Bormio, der Tunnel Munt de la Schera. Der schweizerische Zugang zum Tunnel liegt nahe dem Ofenpass, die Hin- und Rückfahrt ist mit rund 30€ nicht wirklich günstig – wobei ich die Kosten durch zollfreies Tanken, den günstigen Skipass und der im Vergleich zur Schweiz fast kostenlosen Unterkunft trotzdem schnell wieder drin habe. Der Tunnel selbst ist einspurig und einige Kilometer lang. Die fahrt hindurch beklemmend aber irgendwie auch surreal und besonders. Nach dem Tunnel geht es direkt über die Staumauer des Lago di Livigno und nach einigen Kilometern ist das Dorf erreicht.

Skifahren in Livigno

Livigno selbst ist ein recht großes, deutlich vom Tourismus geprägter Ort. Allenorts finden sich Geschäfte mit zollfreien waren, Lokale und natürlich Hotels und Unterkünfte. Wenig ursprünglich.
Das Skigebiet von Livigno besteht aus zwei Teilgebieten, jeweils eins auf jeder Talseite. Im Westen das Carosello 3000, auf der Ostseite der Mottolino. Da der Schnee im Talboden schon recht knapp ist, eigentlich liegt keiner mehr – trotz 1.800m Seehöhe, sind nicht mehr alle Anlagen in Betrieb. Einige Talabfahrten bereits im Sommerschlaf. Die Schneemengen in diesem Winter waren überaus überschaubar. Doch im oberen bereich des Skigebietes hat es noch ausreichend Schnee.

 

 

Am Morgen sind die Pisten am Berg nach Nachtfrost noch recht hart und ruppig, immerhin erreicht das Skigebiet knapp die 2.800m Marke.´. Für diesen späten Saisonzeitpunkt sind noch reichlich Skifahrer unterwegs – das habe ich schon anders erlebt. Hier und da ist der Schnee aber auch in der Höhe schon knapp. Dreck und Steine mischen sich unter den Schnee. Da Sonne & Wolken einen schweren Kampf um die Hoheit am Himmel austragen  und es zunächst nach einem Sieg der Wolken aussieht, bleibt der Schnee in der Höhe noch etwas länger hart. Weiter unten verwandelt sich das Weiße Gold schnell in Firn, später in tiefen Sulz.
Das Skigebiet selbst ist recht abwechslungsreich, wirklich schwere Abfahrten finden sich aber derzeit nicht mehr, einfache und mittelschwere dominieren. Die bereits geschlossenen Talabfahrten im nördlichen Bereich scheinen aber recht steil zu sein.

 

Mir hats Spaß gemacht – ein gelungener Saisonabschluss. Ich lasse den Abend standesgemäß bei Pizza, Wein und Tiramisu ausklingen – wir sind hier schlielich nicht mehr in St.Moritz, die Preise bezahlbar. Vor allem auch der Diesel für die Rückfahrt. Deutlich unter einem Euro habe ich in meinem Leben noch nirgends gezahlt. Livigno ist zum Skifahren in jedem Fall eine Reise wert!

 

 

 

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