Wandern: Rund um den Blindsee

Der Fernpass ist ein bedeutender, schon seit der Antike genutzter Übergang zwischen dem Alpenvorland, dem Tiroler Außerfern und dem innerhalpinen Inntal. Der Pass selbst, als Hindernis, entstand vor rund rund 4000 Jahren. Ein gigantischer Bergsturz mit einem Volumen von rund 1000 Millionen Kubikmetern füllte das einstige Tal mit einer bis zu mehrere hunter Meter dicken Schuttmasse aus.

Die Seen am Fernpass

In den Senken der Bergsturzlandschaft, rund um den Fernpass, bildeten sich einige wunderschöne und glasklare Bergseen.

Neben diesen größeren- finden sich noch einige kleinere, flache, stehende Gewässer.

Blaues Bergidyll Blindsee

Der Blindsee ist mit einer Wasserfläche von rund 22 Hektar der größte der Seen rund um den Fernpass. Trotzdem ist das Gewässer, aufgrund seiner etwas versteckten Lage, eher unbekannt. Er liegt nordöstlich der Passhöhe, auf dem Gemeindegebiet von Biberwier. Seine Form ist etwas langgestreckt, 1100m lang, durchschnittlich 200m- und maximal 600m breit und bis zu 25m tief. Sein Wasserspiegel liegt auf einer Höhe von 1093m. Der See hat nur einen einzigen Zufluss – keinen Abfluss. Er ist also ein Blindsee – so kam er wohl zu seinem Namen.
Zu den Ufern des Bergsees, führen diverse Wanderwege sowie eine schmale Stichstraße von der Fernpass-Bundestraße. Der See selbst ist in Privatbesitz, die Nutzung der Straße kostenpflichtig (5€). Rund um den See führt ein etwa 4km langer Wanderweg. Diesen nehmen wir an einem schönen, sonnigen Spätsommertag in Angriff. Der Weg ist  einfach und  kommt ohne große Steigungen aus.

Rundwanderung um den Blindsee

Unserer Wanderung beginnt am Parplatz. Wir wandern gegegen den Uhrzeigersinn. Zunächst laufen wir einige hundert Meter, flach, zur Nordostecke des Sees. Hier zweigt ein Weg, teil hinauf, in Richtung Mittersee und Biberwier nach Osten ab. Wir halten uns links, weiter am Ufer entlang. Vor uns ragt die Südwand des Grubigsteins fast senkrecht aus dem Wasser herraus. Diese Felswand gilt es nun auf etwa einem halben Kilometer länge zu queren. Dazu geht es zunächst kurz bergan, dann über einen schmalen, ausgesetzten Pfad nach Westen. Rechts die Bergwand, links der jähe Abgrund. Hier ist Trittsicherheit erforderlich, teilweise ist der Weg mit Seilen versichert. Der Pfad endet schließlich am Nordwestufer. Hier mündet der, aus dem Roßköpfletal kommende, namenlose Bach. Der einzige Zufluss des Blindsees hat hier einen kleinen, kiesigen Schwemmkegel gebildet. Wir halten ein inne, genießen den imposanten Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Mieminger Kette.

Anschließend führt der Wanderweg als Schmaler Pfad durch den Wald, gute hundert Höhenmeter unterhalb der nahen Fernpassstraße. Zwischendurch bieten sich immer wieder schöne Blicke auf die Zugspitze, die immer mehr in das Blickfeld rückt. Schließlich umrunden wir die Südspitze des Sees, bevor der Wanderweg, bereits am Ostufer, in einen breiten, geschottertem Fahrweg mündet. Hier bieten sich immer wieder Möglichkeiten das Seeufer zu erreichen. Nach ingsesamt 4 Kilometern erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Blindsee Tirol Fernpass
Traumhafter Grün-Blau Kontraste in einer wunderwollen Bergwelt.

siehe auch:

Reiseübersicht:


2017-09-11-13 3-Länder, 3-Jahreszeiten Alpentour

Als Sommer-Wander-Seentour geplant entwickelte sich die Reise, je näher der Termin rückte, mehr und mehr zur…

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