Island 8.2: Die Kraft des Meeres

Vom Kratersee Kerið fahren wir in Richtung Südküste. Unterwegs queren wir noch einmal die Ringstraße auf der vor allem in Richtung Osten starker Verkehr herrscht. Anschließend folgen wir dem Unterlauf des Flusses Ölfusá bis zu seiner Mündung in den Atlantik – eigentlich fahren wir einfach so drauflos. Mehr oder weniger zufällig finden wir den Strand Hafnarskeið an der Landzunge Óseyrartangi. Anschließend wenden wir uns nach Westen, fahren die Küste der vom Vulkanismus geprägte Halbinsel Reykjanes entlang.


Titelbild: Die Statue „Landsýn“ -Land in Sicht der isländischen Bildhauerin Gunnfríður Jónsdóttir bei der Strandkirche auf Reykjanes.


#Strand Hafnarskeid
Die Brandung des Nordatlantiks vor der Mündung der Ölfusá.

Hafnarskeið – Einsamer, schwarzer Sandstrand

Der schwarze Strand Hafnarskeið zieht sich von der kleinen Hafenstadt Þorlákshöfn im Westen bis zur Mündung der Ölfusá, im Osten. Wesentliche Teile des Strandes liegen auf der sandigen Nehrung Óseyrartangi, welche die  Flussmündung fast völlig vom Ozean abschneidet. Der Sandstrand besteht aus vulkanischen Sedimenten, zermahlener Lava und Asche – angeschwemmt von den Fluten der Ölfusá, dem wasserreichsten Fluss Islands.

Der Sand ist zwar nicht ganz so schwarz wie seine Vetter, etwas weiter im Osten, bei Landeyahöfn und Diamond Beach, dafür finden sich hier schöne Dünen – und die Sonne scheint.  Vor allem aber sind wir ganz allein an diesem wunderschönen Küstenabschnitt. Dieser  ist bekannt für ihre hohen Wellen, Brecher die bis zu 25 Meter höhe erreichen können. Heute ist das Meer aber vergleichsweise ruhig. Wir genießen die Sonne, die Weite und die nur vom rauschen des Meeres durchbrochene Stille.

Gemeinde Selvogur

Wir weiter in Richtung Westen. Zunächst durch das riesige Lavafeld Herdísarvíkurhraun (die Halbinsel Reykjanes ist voll von Lavafeldern…), anschließend biegen wir einfach mal links ab. Am Ende der Straße erreichen wir eine kleine, lose Siedlung, die Gemeinde Selvogur. Ein grüne Oase an der Küste, inmitten lebensfeindlicher Lavafelder. Nach der Zeit der Landname war die Gegend eine dichtbesiedelte Bauernschaft. Die Übernutzung des Bodens führte jedoch zu einem Kollaps, die Bevölkerung brach zusammen. Heute gibt es hier nur noch wenige verstreute Bauernhöfe.

Wunderkirche Strandarkirkja

Die Geschichte der Strandkirche von Selvogur reicht zurück bis in das Mittelalter. Das heutige Gebäude datiert jedoch aus dem 19. Jahrhundert. Die Kirche gilt als Leuchtfeuer für alle die auf See unterwegs waren und sind. Die Einheimischen bezeichnen sie auch als Wunderkirche, da sie über göttliche Kräfte verfügen soll. Seit den 1950er Jahren steht neben der Kirche die Statue Landsýn“ -Land in Sicht der isländischen Bildhauerin Gunnfríður Jónsdóttir. Die Statue blickt auf die See hinaus, zu allen die dort unterwegs sind.

#Elfenhäuser Selvogur
Gleich neben der Kirche zeigt sich die tiefverwurzelte isländische Mythologie in Form von Elfenhäusern – mehr als die Hälfte der Isländer glaubt an ihre Existent. Wer weiß, vielleicht gibt es sie tatsächlich.

IslandIsland – Auf der Ringstraße 2018 – Übersicht


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