Museumsinsel Wremen: Muschel- & Museum für Wattenfischerei

Die Nordseeküste ist, abgesehen von Ausnahmesommern wie 2018, nicht für ihr stabiles, sonniges Wetter bekannt. Regengüsse aber auch einige ganz verregnete Tage gehören zum Sommer an der Küste wie das Watt und die Gezeiten.
Genau das Richtige bei diesem Schietwetter ist ein Besuch der Wremer Museumsinsel. Diese liegt mitten im Dorfzentrum von Wremen, unweit der historischen Willehadi-Kirche. Sie berherbergt gleich zwei Museen:

  • das „Kuriose Muschel Museum“ und
  • das „Museum für Wattenfischerei“

Wremer Museumsinsel

Neben einen Spaziergang am Wremer Deich hatten wir uns für diesen Nachmittag auch einen Besuch im Museum für Wattenfischerei vorgenommen. Da der Aufpreis für das Kombitickent, in welchem der Besuch des „Kuriosem Muschelmuseums“ inkludiert ist, lediglich 50 Cent beträgt, nahmen wir dieses einfach mit.

Das „Kuriose“ Muschelmuseum

#Muschelmuseum Wremen
Das Muschelmuseum Wremen umfasst mehr als 4.000 Muscheln und Meeresschnecken.

„Einzigartig und besonders“, so schreibt es die Touristikseite der Wurster Nordseeküste, richtigerweise, über das Wremer Muschelmuseum. Auch ich bin, bis heute, noch in keinem Muschelmuseum gewesen, geschweige denn habe ich von einem gehört.
Die Ausstellung des Museums umfasst mehr als 4.000 Muscheln und Meeresschnecken, die mehr oder weniger humorvoll arrangiert sind. Ab und an kommt man etwas ins Schmunzeln, den überwiegenden Teil der Sammlung fand ich aber weder interessant noch besonders.

Private Muschelsammlung

Die Sammlung des Muschelmuseums stammt von einem Privatmann und zog 2007 von Nordholz in die alte Wremer Schule. Die Mehrzahl der Muscheln stammt nicht aus der Nordsee sondern aus aller Welt. Auch das sehr eigenwillige, leider nur selten witzige, Arrangement  der Figuren und Bezeichnungen stammt wohl noch vom Sammler selbst. Vielleicht liegt es an meiner Person und meinem Humor – ich konnte mit dem Muschelmuseum nicht wirklich warm werden. In Anbetracht des geringen Aufpreises, in Kombination mit dem Museum für Wattenfischerei, kann ich einen Besuch aber dennoch empfehlen. Letztlich muss sich jeder selbst ein Bild machen.

Museum für Wattenfischerei

Das Museum für Wattenfischerei, betreut und betrieben vom Wremer Heimatkreis, beschäftigt sich, wie der Name schon sagt mit der Fischerei im Wattenmeer. Der Hauptfokus liegt dabei auf dem Krabbenfang an der Wurster Nordseeküste, den verschiedenen Fangmethoden, der Verarbeitung-  und Vermarktung des Fangs sowie dem Leben der Fischer in den vergangenen Jahrhunderten.

#Sammlung Museum für Wattenfischerei
Ausstellung des Museums für Wattenfischrei in Wremen.

Das Museum für Wattenfischerei besteht aus zwei Ausstellungsräumen. In diesen wird der Krabbenfang und die Vermarktung des Granats anhand von Dioramen, Schautafeln und Bildern anschaulich dargestellt. Zugleich wird der Aufstieg der Nordseekrabbe, vom Arme Leute Essen zur Delikatesse thematisiert. Teilweise lassen sich auch einige Originalexponate bestaunen. Daneben wird auch die, in der Vergangenheit betriebene, Gewinnung von Muschelkalk erläutert.

Die Geschichte des Granatfangs reicht zurück bis in das 17. Jahrhundert. Lange Zeit wurde den Nordseegarnelen lediglich mit Reusen und Netzen, teils auch vom Pferd aus nachgestellt. Erst seit dem Ende des 19. Jahrunderts wird die Nordseekrabbe von Kuttern aus, mit Baumkurrennetzen, befischt. Die anderen Fangmethoden sind inwischen mehr oder weniger verschwunden. Lediglich ein Fischer in Deutschland, stellt der Nordseekrabbe noch mit Reusen nach und zwar am Solthörn, nördlich von Wremen. Die Reusen werden hier noch, ganz klassisch, mit dem von Hunden gezogenen Schlickschlitten kontrolliert. Nostalgie pur.

Neben den Museumräumen findet sich im Eingangsbereich des Museums noch die Krabbenküche. Eine originalgetreu eingerichtete Fischerstube. In solchen Stuben wurden in der Vergangenheit, die Krabben, in Heimarbeit geschält.
Noch heute ist die Wurster Nordseeküste ein Zentrum des Kranatfangs. Vom den den drei Kutterhäfen, Wremen, Dorum-Neufeld und Spieka, stellen in der Saison, mehr als ein Dutzend Krabbenkutter der Nordseegarnele nach.

#Krabbenkutter Koralle Wremen
Auch der ausgemusterte Krabbenkutter „Koralle“ auf der anderen Straßenseite ist Teil der Ausstellung im Wremer Museum für Wattenfischerei.
#Krabben Böger Wremen
DIe Krabbengroßhandlung, „Krabben Böger“ mit angeschlossenem Fachgeschäft, im Wremer Dorfzentrum.

 Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Muschelmusem ist vom April bis November, Dienstags-Sonntags,  von 10-12 Uhr und von 14-16:30 geöffnet. Der Normalpreis für Erwachsene beträgt 2€ (Stand 2018).
Das Museum für Wattenfischerei ist von April bis November, Dienstags-Sonntags,  von 14-17 Uhr geöffnet. Der Normalpreis für Erwachsene beträgt 2,50€ (Stand 2018). Eine Kombikarte, Muschel- und Museum für Wattenfischrei kostet 3,50€ (Stand 2018).


Übersichtsseite Wurster Nordseeküste


Wremen
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