Wintersport mit Weitblick: Breitenberg- Pfronten

Die Schneemassen türmen sich hoch. Die Lawinengefahr ist groß. Einzelne Ort, darunter Zermatt und St.Anton sind nur noch aus der Luft zu erreichen. Das ist die Realität.
Die Realität dieses Winters ist aber auch – es ist viel zu warm. Von den großen Schneemengen ist in den Tallagen des Allgäus nichts mehr zu sehen. Fast alles Weiß ist den massiven Regenfällen der vergangenen Woche zum Opfer gefallen. Erst weiter oben, oberhalb von etwa 1.000 Metern liegt eine geschlossene Schneedecke. Dafür wird diese mit jedem Höhenmeter merklich dicker.

Ich sitze in der Breitenbergbahn, im westlichen Allgäu, unweit von Pfronten. Der Talboden ist grün-braun, mit einzelnen Schneeflecken. Die Talabfahrt, so man davon sprechen kann, ist nicht befahrbar.
Vor einigen Minuten habe ich eine 3-Stunden Karte erstanden. Kostenpunkt 22,40€, das geht in Ordnung. Vom nicht rückerstattbaren, einmaligen Keycardpreis in Höhe von 2€ bleibe ich dank der Kassiererin verschont. Die Karte soll ich dann aber zurückgegeben damit sie widerverwendet werden kann – soso… das kenn ich auch anders.
Langsam schwebt die Gondel den Berg hinauf, Knappe 10 Minuten dauert die Fahrt von 850 auf 1500m.

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Tiefblick auf der Bergfahrt, Blick auf Pfronten und das grüne Alpenvorland. Ganz rechts die Talstation der Breitenbergbahn. Die Große Gewerbehalle im Zentrum fügt sich wunderbar in das Ortsbild ein.

Oben angekommen herrscht Winter. Tiefster Winter. Die dünne Wolkendecke ist gerade dabei sich aufzulösen. Ein schöner Skitag steht bevor. Über dem in sanftem Almgelände gelegenen Skigebiet dominiert der felsige Aggenstein. Der vom Tal aus markante Breitenberg ist von oben gesehen kaum mehr als ein Hügel.

 

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Der Aggenstein dominiert das Almgebiet am Breitenberg.

 

Neben der Gondelbahn surren hier oben noch drei weitere Anlagen. Zwei Schlepplifte und eine 4er Sesselbahn. Hauptanlage ist der Aggensteinlift welcher alle Abfahrten erschließt. Vor allem die „Hintenrumabfahrt“, unter den Felswänden des Aggensteins, ist abwechslungsreich, wunderschön gelegen und hat eine ansprechende Länge. Die übrigen Hänge fallen da etwas ab. Trotzdem ist es schön auch mal im Sessellift die Beine hängen zu lassen. Vor allem da der Schnee in der Früh unangenehm hart, fast schon eisig ist. Erst die Sonne schafft da nach und nach Abhilfe.

Neben dem Skigebiet ist der Breitenberg vor allem ein Aussichtsberg. Durch seine Lage am Nordrand der Alpen, 800m über dem Alpenvorland, ist er dafür geradezu prädestiniert.  Der Blick schweift weit ins Flachland, ins Allgäu auf Füssen, Schloss Neuschwanstein, den Forggensee bis hin zur Zugspitze – traumhaft.

An der Bergstation der Breitenbergbahn hat man vor nicht allzu langer Zeit einen neuen Aussichtspunkt angelegt. Wie eine Planke ragt dieser über den Abgrund und bietet einen entsprechenden Tief- und Weitblick.

 

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Aussichtsplattform am Breitenberg – nichts für schwache Nerven.

 

Das Skigebiet am Breitenberg ist ein bisschen „von Gestern“, im positiven Sinne (mal abgesehen von bayrischen Eigenheiten…). Es ist zwar nicht allzu groß, die Aufstiegshilfen sind etwas betagter, aber genau dies macht das Gebiet aus denn es ist wenig überlaufen. Die Pisten sind ansprechend, das Panorama ist großartig. Für 3 Stunden oder auch einen gemütlichen Skitag genau das richtige Skigebiet.

 

 

 

 

 

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