Skigebiet Rifflsee im Pitztal: Frühjahrsskitour (1)

Aus dem März 2010: Der Winter ist gegangen, die Berge sind noch schneebedeckt. Zeit für eine kleine Frühjahrsskitour durch die Tiroler Alpen. Zunächst ging es mit der Bahn nach München, dann mit dem Auto weiter in die Berge.
Schon auf der bei der Fahrt zum Fernpass wurde klar, dass sich wohl nur eine Fahrt zu den Gletscherskigebieten lohnen würde. Die Skigebiete von Garmisch-Partenkirchen und in der Tiroler Zugsitzarena haben bereits sehr unter den hohen Temperaturen gelitten. Die Talabfahrtenzeichneten sich deutlich in ergrünter Umbebung ab, hier und dort waren sogar apere Stellen zu erkennen. Gute Schneeverhältnisse schienen also nur in großer Höhe zu erwarten und auf die Zugspitze wollte ich nach zwei Besuchen im letzten Herbst nicht schon wieder…
Erst bei der Fahrt durchs Pitztal, weit über 1.500m hoch gelegen, erreichten die Schneereste langsam das Talniveau, bildeten jedoch auch am Ziel bei Temperaturen von +4°C in der Früh, keine geschlossene Schneedecke mehr. Südhänge sind bereits bis etwa 1800m Schneefrei und überall zeichneten sich dreckig-braune Nassschneelawinen ab.

Den Anfang macht das kleine Skigebiet Rifflsee im Talschluss des Pitztals – ein Anhängsel des Pitztaler Gletschersskigebietes, unserem eigentlichen Ziel. Da aber in den Gipfelregionen ein Föhnsturm wütete (bereits auf der Fahrt wurden am Patscherkofel Böen bis 110km/h gemeldet), mussten wir mit dem Winterskigebiet vorliebt nehmen.

Das kleine Wintersportgebiet liegt unweit seines Namenspaten, dem Rifflsee, dem größten natürlichen Gewässer in den Ötztaler Alpen. Hier drehen sich drei Sesselbahnen sowie ein Übungslift in bis zu 2.800m Höhe. „Talort“ ist die kleine Hotelsiedlung Mandarfen auf gut 1.680m. Von dort aus fuhren wir mit der 3. Gondel des Morgens zur Bergstation unterhalb des Muttenkopf, auf rund 2.290m. Hier fanden wir zwar zunächst nur geschlossene Liftanlagen, dafür aber frisch präparierte, jungfräuliche und menschenleere Pisten vor – entsprechend fahren wir gleich wieder ins Tal ab.
Die Schneedecke ist weich und nur oberflächlich angefroren. Hier und da finden sich schon braune Stellen.

Zunächst geht es flach am Rifflsee, durch dessen hängendes Tal entlang, anschließend steil, in weiten Serpentinen hinab in das Taschachtal. Schließlich geht es über einen langen, teils vereisten Ziehweg, zurück nach Mandarfen. Ein Riesenspaß – auch zu späterer Stunde, mit tiefen Sult und Pfützen. Wieder oben, am Berg, ist der Rest des Skigebietes geöffnet. Mit ausnahme der sichtbar in den Berg gezimmerten Hänge am Grubenkopf, sind die Pisten sehr kurz. Nach der Mittagspause traten wir dann die Talabfahrt über die mittlerweile stark durchgeweichten Pisten zum Gletscherexpress an,  10°C sind eben doch zu viel für eine Schneedecke. Mal sehen was uns der Pitztaler Gletscher noch im Föhnsturm zu bieten hat.

#Pitztaler Gletscher Brunnenkogel Schlepplift 2010
Am Gletscher, genauer gesagt am Brunnenkogelferner. Auch wenn sich der Sturm erstmal gelegt hat – hier oben läuft derzeit nur der lange Brunnenkogellift – dafür ist so gut wie nichts los.

 


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