Das „Versteck“ im Kleinwalsertal: Heuberg-Walmendingerhorn

Wenn am Wochenende die Massen in die Allgäuer Berge pilgern, vor allem das Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand, bei gutem Wetter inzwischen auch den Ifen überfüllen, bietet das hintere Kleinwalsertal eine Rückzugsmöglichkeit. Dank ihrer leichten Erreichbarkeit sind die Heuberg-Arena und das Walmendingerhorn viel mehr als ein reiner Rückzugsort… Gerade bei dem tollen, aber kalten Wetter im diesjährigen Winterurlaub.

Heuberg-Arena

Zwischen Riezlern, Hirschegg und Mittelberg

Die eigentliche Heuberg-Arena befindet sich oberhalb von Hirschegg, an der Nord- und Ostflanke des 1.795m hohen, namensgebenden Heubergs. Bei der Heuberg-Arena handelt es sich im großen und ganzen um ein Talskigebiet. Tal heisst im Kleinwalsertal nicht unbedingt niedrig. Der tiefste Punkt liegt deutlich oberhalb von 1.000m. Entsprechend schneesicher ist das Skigebiet, in diesem Winter sowieso. Trotzdem sind die meisten Abfahrten vergleichsweise kurz, die Höhenunterschiede betragen maximal 400m. Einzigartig sind vor allem die vielen zwischen Häuser und Hotels gelegenen-, sowie straßenquerenden Abfahrten. Das habe ich aber glaube ich auch schon im letzten Jahr geschrieben ;-). Unter anderem deshalb sind wir auch wieder hier.

Heubergmulde Kleinwalsertal Riezlern
Ausblick von der Bergstation des Heubergmuldenliftes auf das nördliche Kleinwalsertal.

Walserskiweg: Zwischen Dörfern und Häusern, über Straßen und Bäche

Der Walserskiweg verbindet die Dörfer Hirschegg und Mittelberg sowie die Skigebiete Walmendingerhorn und Heubergarena – ohne abschnallen und ohne schieben in beide Richtungen. Dreh und Angelpunkt des Gleitwegs ist die steile Zafernabahn im Zentrum von Mittelberg. Dank des hier befindlichen Supermarktes kann man sogar per Ski einkaufen – toll!
Abgesehen von den Gleitwegen, sind die Südhänge unter der Sesselbahn mangels Schneekanonen nicht in jedem Winter befahrbar. Dank der diesjährigen Schneemassen aber schon. Sogar zwei Pisten sind präpariert, eine knackig steile und eine wunderbare Genußabfahrt.

Genuß verspricht auch die Sonna-Alp an der Bergstation der Zaferna-Sesselbahn. In uriger Atmosphäre wird hier wirklich leckeres Essen zubereitet und serviert. Der verführerische Geruch hängt schon am Morgen in der Luft. Eine Einkehr hier war also Pflicht. Auf den Teller kam der „Wiener Größenwahn“. Ein Monster von einem Schnitzel und entsprechend sättigend. Die 19€  für das Gericht inklusive Salatbuffet waren entsprechend preiswert. Vom Zafernalift geht es dann entweder weiter nach Mittelberg, wo drei weitere Schlepplifte im Tal surren, hoch hinauf auf das Walmendingerhorn, oder zurück nach Hirschegg in die Heuberg-Arena.

Walmendingerhorn

Ruhepol am Ende des Kleinwalsertals

Skigebiet Walmendingerhorn Mittelberg
Blick von der Bergstation der Walmendingerhornbahn auf das gleichnamige Skigebiet. Unten im Tal, der Ort Baad.

Das Walmendingerhorn (1.990m) liegt nahe dem Südende des Kleinwalsertals, oberhalb von Mittelberg und Baad. Es beherbergt neben dem Ifen und der Kanzelwand das dritte und kleinste Höhenskigebiet des Tals. Neben der altehrwürdigen Zubringerbahn, der Walmendingerhornbahn, erschließen unterhalb des Gipfels noch zwei Sesselbahnen weitere Pisten Visa a Vis mit den Allgäuer Hochalpen.

Die Pisten am Walmendingerhorn sind durchweg mittelschwer und in Summe recht kurz – die Hauptabfahrt dafür aber so breit wie ein Fußballplatz. Daneben existieren noch einige Skirouten die aber meist gewalzt werden und von präparierten Pisten nur durch ihre Beschilderung zu unterscheiden sind. Diese sind durchweg sportlich und recht steil.

Walmendingerhorn Ifen Schwarzwassertal.
Blick vom Walmendingerhorn über das Schwarzwassertal auf die Südseite des Hohen Ifen. Das dortige Skigebiet ist aus dieser Perspektive nicht sichbar.

Alle Skihänge liegen auf der Südseite und damit in der Sonne – so diese denn scheint. Das Glück hatten wir aber 7 Tage am Stück. Die Talabfahrt ist eher uninteressant, meist ziehwegartig und oft auch sehr flach.

Das tolle am Walmendingerhorn sind nicht seine einzigartigen Pisten sondern die Lage. Die garantiert nicht nur eine tolle Aussicht auf den Allgäuer Hauptkamm sondern auch viel Platz auf den Pisten.  Die etwas in die Tage gekommenen Liftanlagen und die Position am Ende des Tals schützen den Berg vor den Besuchermassen die am Wochenende in das Allgäu einfallen. Ein Segen für uns Übernachtungsgäste.

Die Bilder sind zwischen dem 18.- und 26. Januar 2019 entstanden.


Übersichtseite Skiurlaub Kleinwalsertal 2019


siehe auch:

5 Kommentare zu „Das „Versteck“ im Kleinwalsertal: Heuberg-Walmendingerhorn

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