Am Strom: Auspannen auf Krautsand

Krautsand ist eine Insel in der Unterelbe bei Dochtersen in Niedersachsen, unmittelbar südlich der bekannten Fährverbindung Glückstadt-Wischhafen. Die Elbinsel ist heute weitgehend eingedeicht und kaum mehr als solche zu erkennen, hat aber ihren Inselcharakter bewahren können. Während auf der rechten Seite, im Osten der hier 2,5km breite Elbstrom liegt, trennt im Westen die nur wenige Meter breite, Wischhafener Süderelbe, Krautsand vom Festland.

Die Nordseite des Krautsander-Strandes gehört den Hunden – gerade außerhalb der Saison. Unser Vierbeiner kann vom Sand einfach nicht genug bekommen und feiert ausgelassen sein Dasein.

Nordseeflair am Schiffsanleger von Krautsand. Innerhalb der Sommersaison kann man von hier aus die Insel erreichen und verlassen, sowie die Unterelbe erkunden.

Grüne Marschinsel mit Apfelbäumen

Heute ist Krautsand eine grüne Marschinsel. Das innere besteht Hauptsächlich aus Wiesen und Weiden, stelleweise wird auch Obstanbau betrieben. Für uns und den Tourismus ist vor allem das Nordöstliche Elbufer interessant – denn hier gibt es einen langen Sandstrand, der auch Hunde willkommen heißt. Das sehen offensichtlich nicht nur wir so. Rund um den Strand befinden sich einige Ferienwohnugen, Hotels, ein Campingplatz samt der zugehörogen Infrastruktur – Restaurants und Imbissbuden.

Am Nordrand des Sandstrandes liegt eine Obstplantage. Jetzt, im September, sind die Früchte langsam erntereif. Die kleine Äste ächzen unter der schweren Last.

Soweit, so gut. Wir drehen eine Runde-, unser Hund tobt über den Strand. An der Nordseite grenzt der Sand direkt an ein kleines Pappelwäldchen. Dahinter liegt eine Obstplantage mit Apfelbäumen. Jahreszeitbedingt leuchten die Früchte in apetitlichen Farben. Wassertropfen vom letzten Regenschauer lassen den Obsthain fast wie aus dem Werbeprospekt wirken. Fast wie im Alten Land, ein paar Kilometer weiter südlich.

Fast reifer Apfel mit Spuren des letzten Regenschauers. Na Apetit?

Schwindener Strand

Bedingt durch die Elbvertiefung, den immer Wellenschlag durch die immer größeren Schiffe und den fehlenden Sandnachschub, schrumft Krautsand. Das Ufer wandert langsam aber stetig ins Landesinnere. Eine kleine Abbruchkante, vor allem aber ein alter Baumstumpf belegen das eindrucksvoll. Wie an der Weser, schwinden auch an der Elbe die Strände. Ein Strom – verkauft an den Hamburger Hafen. Eine traurige Entwicklung.

Draußen auf der Elbe ziegt ein großes Containerschiff vorbei. Noch ist das Wasser ruhig.

Die großen Schiffe saugen den Sand förmlich vom Strand. Große Brecher, ausgelöst vom enormen Tiefgang erledigen den Rest. Unbeaufsichtigtes Baden ist bereits verboten.

Dieser Baumstumpf zeigt eindrucksvoll den Schwund des Strandes auf Krautsand. Langsam aber stetig frisst sich die Elbe immer tiefer ins Land.

Abbruchkante am Strand. Diese Pappel wird die Elbe als nächstes „fällen“. Vielleicht erledigen das schon die Sturmfluten des kommendes Winterhalbjahres.


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