Nah am Wasser: von Arensch nach Duhnen

Für diesen Samstag haben wir uns einen längeren, sehr abwechslungsreichen Spaziergang ausgesucht. Startpunkt ist das kleine Dörfchen Arensch am Nordrand des Landes Wursten, Ziel ist das Duhnen am langen Cuxhavener Sandstrand – denn hier bekommt man auch im Winter ein Eis. Unser Weg führt uns durch Cuxhavener Küstenheiden, die hier vor allem von Laub- und Nadelwäldern geprägt sind. Eine sehr abwechslungsreiche Wanderung. Cuxhaven ist weit mehr als nur Duhnen und Döse.

Von Arensch durch den Wernerwald nach Sahlenburg

Unmittelbar nördlich von Arensch beginnt der Wernerwald, ein ausgedehntes Waldgebiet unmittelbar an der Nordseeküste. Der Wald wurde zu beginn des 19. Jahrhunderts auf einem ehemaligen Dünen- und Heidgebiet angepflanzt, um den Sandflug zu vermindern. Die heute stark überwucherten, alten Dünen, sind oft noch zu erkennen. Vereinzelt blinzelt auch noch der Sandboden durch.
Der Wernerwald ist eines der wenigen Waldgebiete in Deutschland, die direkt an der Nordseeküste liegen und wird von einem große Netz von Wanderwegen durchzogen. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs testeten hier die Siegermächte V2 Raketen. Reste dieser Versuche sind noch heute sichtbar.

Wernerwald Arensch Cuxhaven
Der Wald er steht so schwarz und leer…

Wittendünen und Wittenkliff

Schnell schlagen wir einen Weg in Richtung Küste ein und gelangen so zum sogenannten Witte Kliff. Einer Geestabbruchkante in den (bewaldeten) Wittendünen mit einem vorgelagertem Gewässer, dem sogenannten Albertsee. Dieser ist aber inzwischen weitegehend verlandet und mit jungen Bäumen bestanden. Die 15m hohe Sand-Abbruchkante ist ein netter Aussichtspunkt mit schönem Blick auf das Wattenmeer.

Am Sahlenburger Strand

Wir folgen für weitere 500m einen Trampelpfad über alte Dünen durch den Kiefernwald ehe wir das offene Gelände an der Küste erreichen. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung zum Sahlenburger Strand.

Sahlenburger Strand Vögel
Fußspuren im Sand am Sahlenburger Strand.

Von Sahlenburg nach Duhnen

Wir folgen dem Sahlenburger Strand bis zu seinem nördlichen Ende (1200m), passieren das neue Nationalparkhaus und erreichen die Duhner Heide, den nördlichsten Teil der Cuxhavener Küstenheiden. Den einzigen Heidebereich der direkt am Meer liegt. Dieses sandige, mit Dünen durchsetzte und mit Heidekräutern bewachsene Geestgebiet geht mit einer Abbruchkante direkt in das Wattenmeer über. Zumindest in vergangenen Tagen, heute ist das Kliff weitgehend inaktiv, da durch Küstenschutzmaßnahmen ein Vorland geschaffen wurde. Die Geestkanten im Wernerwald und in der Duhner Heide bilden im übrigen auch die Ursprünge der Sandstrände von Sahlenburg, Duhnen und Döse. Sand von den Geestebieten verdriftete entlang der Küste und bildete einen sandigen Saum.

Nach Duhnen

Vom Nordrand der Duhner Heide ist es noch ein ganzes Stück bis ins Ortszentrum. Ab hier verläuft der Weg, langweilig, hinter einem Deich. Der Blick aufs Wasser ist dahin. Erst in Duhnen selbst wird die Nordsee wieder sichtbar. Wir verweilen hier eine Weile am Strand, essen unser wohlverdientes Eis und gehen den gleichen Weg zurück. Die Gesamtstrecke, hin und zurück, beträgt etwa 15km.

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