Weddewarden: Das friesische Dorf in Bremerhaven

Weddewarden ist der nördlichste, bewohnte Ort im Land Bremen und dessen einziges Friesendorf. Gleichzeitig ist es das südlichste Dorf des Landes Wursten, welches ansonsten vollständig in Niedersachsen liegt.

Friesisches Gebäude in Bremerhaven Weddewarden.
Friesenhaus in Weddewarden.

Aus der Geschichte

Die früheste Erwähnung von Weddewarden datiert aus dem Jahre 1091, bei Grabungen wurden aber auch Spuren aus dem ersten Jahrhundert nach Christus gefunden. Weddewarden ist damit der älteste Teil von Bremerhaven.
Weddewarden ist ein friesischen Wurtendorf. Die Siedlung liegt auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel im ansonsten sturmflutgefährdeten Marschland. Diese Wurt (auch Warft oder Wurd) ist noch heute erhalten und liegt rund 4m über der umgebenden Marsch. Diese Siedlungshügel haben dem Land Wursten zu seinem Namen verholfen, dieser hat nämlich nichts mit der Wurst zu tun.
Weddewarden gehörte früher zum Kirchspiel Imsum, der Bartholomäuskirche, dem heutigen Ochsenturm. Zum Ende des 19. Jahrunderts ließ man vor Weddewarden die Forts Brinkamahof und Langlütjen zur Verteidigung der Wesermündung errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch den Leuchtturm Brinkamahof. 1927 wurde Weddewarden schließlich nach Wesermünde eingemeindet, der späteren Stadt Bremerhaven.

Containerhafen Bremerhaven bei Weddewarden.
Emsiges treiben am Container-Terminal Wilhelm-Kaisen, natürlich auch am Sonntag.

Der in den 1970er Jahren erbaute Containerterminal Bremerhaven ist inzwischen mehrfach erweitert worden und befindet sich heute unmittelbar vor den Toren Weddewardens. Der letzte Bauabschnitt, zwischen 2004 und 2008, kostete dem Dorf den direkten Zugang zur Außenweser. Auch das Fort- und der Leuchtturm Brinkamahof sowie das Strandbad fielen dem Bau zum Opfer.

 

Weddewarden heute

Weddewarden ist bis heute, trotz der unmittelbaren Nähe des Containerhafens, ein beschauliches Dorf geblieben und ist noch immer bäuerlich geprägt. Zahlreiche alte Gebäude sind erhalten. Das malerische Dorf mit teils reetgedeckten Häusern lässt sich am besten zu Fuß erkunden, verbunden mit einem kurzen Abstecher zur nördlichen Ende des Container-Terminals.

 

Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Schloss Morgenstern. Von hier aus folgt man dem alten Seedeich, parallel zum Grauwallkanal, immer das geschäftige Treiben im Hafen im Sichtfeld. Vom Nordende der Stromkaje öffnet sich der Blick auf die offene Nordsee, den Schiffsverkehr auf der Aussenweser im Norden und die Wurster Nordseeküste bis Wremen im Osten. Anschließend geht es wieder über den Deich zurück, am Rande Weddewardens dann links in den Strandpfad in das Dorf hinein und schließlich zurück zum Parkplatz.


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